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Fukushima aktuell: Eiswall soll vollständig geschlossen werden

TEPCO will riskante Grundwassermaßnahme zum Abschluss bringen

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Artikelbild - AKW Fukushima: Oberirdische Rohre des Eiswalls am 5. April 2016 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Oberirdische Rohre des Eiswalls am 5. April 2016 (Foto: TEPCO)

Gleich zum Beginn der Woche überrascht der Betreiber des AKW Fukushima heute mit einer besonderen Mitteilung, die bisherige Sicherheitsbedenken aufgreift.

Zu den aus Japan aktuell gemeldeten Fukushima News gehört aber auch eine Meldung über Wiederbelebungsversuche für den Tourismus der Region Tohoku. Die Details gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 26. Juni 2017.

Unsere heutigen Themen zum Wochenbeginn:

  • TEPCO beantragt vollständige Schließung des Eiswalls
  • Verwaltung von Tokyo will Tourismus in wenig besuchten Regionen fördern
TEPCO beantragt vollständige Schließung des Eiswalls

Der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi hat bei der Atomaufsichtsbehörde NRA einen Antrag auf die vollständige Schließung des so genannten Eiswalls auf dem Gelände der Anlage gestellt.

Es handelt sich um ein unterirdisch verlegtes Kühlsystem um die Gebäude der Reaktoren 1 bis 4, das durch die Gefrierung des umliegenden Erdreichs eine Barriere gegen die Vermischung von kontaminiertem Abwasser mit sauberem Grundwasser bieten soll.

Bislang wurde die Genehmigung aus Sicherheitsbedenken nicht erteilt.

Die NRA befürchtet, durch die vollständige Abriegelung könnte es zu einem starken Abfall des Grundwasserpegels um die Gebäude kommen, was einen massiven Austritt von kontaminiertem Wasser aus den Untergeschossen zur Folge hätte.

Aufgrund dieser Bedenken blieb bislang letzte Teilstücke des Eiswalls noch geöffnet – einen Umstand den die Betreiberfirma TEPCO offenbar nun ändern will.

TEPCO legte jetzt eine Einschätzung vor, in der ein Austritt von radioaktivem Wasser ausgeschlossen wird, sofern man die Menge an Grundwasser, die über die Grundwasserbrunnen (sub drains) heraufgepumpt wird, anpasst.

Die Atomaufsichtsbehörde will den Antrag übermorgen bei einem Treffen diskutieren. Das berichteten Präfekturmedien.

Verwaltung von Tokyo will Tourismus in wenig besuchten Regionen fördern

Die Verwaltung des Großraums Tokyo will mit einem besonderen Reiseprojekt jene Gebiete Japans unterstützen, die touristisch eher unerschlossen sind, oder aus anderen Gründen unter einem Mangel an Besuchern leiden.

Während Japans Hauptstadt Tokyo und die alte Kaiserstadt Kyoto nicht über Besuchermangel klagen können, haben sich die früheren Besucherzahlen der Region Tohoku seit der Dreifachkatastrophe vom März 2011 immer noch nicht normalisiert.

Daher wurde bereits 2015 eine engere Zusammenarbeit mit den sechs Präfekturen der Region beschlossen und 2016 folgten die Präfekturen Kumamoto und Oita, die von einem schweren Erdbeben betroffen waren. Insgesamt sind 17 Präfekturen beteiligt.

Für die Belebung der Region Tohoku wurde ein touristisches Reise-Programm konzipiert –  „Tohoku&Tokyo“ – zu dem verschiedene Routen mit unterschiedlichen Schwerpunkten gehören. Ob die Maßnahme die Revitalisierung beschleunigen wird, bleibt abzuwarten.

Über das Engagement berichtete die Kyodo.

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