Fukushima aktuell: Eiswallprojekt macht Fortschritte

Fukushima aktuell: Eiswallprojekt macht Fortschritte

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Artikelbild - AKW Fukushima: Gesicherte Anlage der Grundwasserbarriere am 26. Januar 2015 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Gesicherte Anlage der Grundwasserbarriere am 26. Januar 2015 (Foto: TEPCO)

Die Arbeiten wurden am AKW Fukushima heute weiter fortgeführt und bereits gestern fühlte sich TEPCO sicher genug, um Pressevertretern einen Eindruck zu gewähren. Diese und weitere Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 6. Februar 2015.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • TEPCO zeigt Arbeiten am Eiswall
  • Hitachi präsentiert neuen Roboter

TEPCO zeigt Arbeiten an Eiswall: Am gestrigen Donnerstag präsentierte TEPCO der Presse die Arbeiten an der Grundwasserbarriere auf dem Kraftwerksgelände.

Demnach sind bislang die Hälfte der Rohre um die Reaktorgebäude 1 bis 4 verlegt. Durch die unterirdischen Rohre soll dann eine Kaliumchloridlösung als Kühlmittel zirkulieren und so bei Minus 30 Grad zur Gefrierung des umgebenden Erdreichs führen („Eiswall“).

Die Grundwasserbarriere soll das Einströmen von Wasser in die Untergeschosse der Reaktorgebäude verhindern und gilt damit als extrem wichtiger Schritt zur Bewältigung des Grundwasserproblems.

Bei der Besichtigung unterschied sich die Strahlungsbelastung für Pressevertreter je nach Standort. So wurde etwa in der Nähe von Reaktor 4 bis zu 91,6 Mikrosievert pro Stunde erreicht. Die kumulative Dosis betrug für den Zeitraum von etwa zwei Stunden 10 Mikrosievert.

Hierüber berichteten Präfekturmedien.

Hitachi präsentiert neuen Roboter: Am gestrigen Donnerstag stellte das Technologie-Unternehmen Hitachi-GE Nuclear Energy Ltd. einen neuen Roboter vor.

Das Gerät hat in seiner Ausgangsform eine Länge von 20 Zentimetern, ist etwa 30 Zentimeter breit und zehn Zentimetern hoch und ist in der Lage, sich verschiedenen räumlichen Bedingungen anzupassen und so auch unzugängliche Bereiche zu erreichen.

Bei der Demonstration auf einem Industriegelände in der Stadt Hitachi (Präf. Ibaraki), kroch der Roboter durch ein fünf Meter langes Rohr mit einem Durchmesser von zehn Zentimetern.

Der Roboter ist das Ergebnis eines von Regierungsgeldern finanzierten Gemeinschaftsprojekts von Hitachi und des Internationalen Forschungsinstituts für die Stilllegung von Kernkraftanlagen (IRID).

Erster Einsatzort soll Reaktor 1 des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi werden und die dortigen Arbeiten noch in diesem Frühjahr beginnen. Dort sollen die runden Öffnungen, durch die elektrische Leitungen verlaufen, den Zugang zum Sicherheitsbehälter ermöglichen.

Von besonderem Interesse ist die Verwendung in Strukturen, die aufgrund der hohen Radioaktivität nicht von menschlichen Arbeitskräften betreten werden können.

Die Experten hoffen, durch Kameraaufnahmen, Temperaturmessungen und Dosimeterdaten neue Erkenntnisse gewinnen zu können.

Allerdings ist auch das moderne Gerät technischen Beschränkungen unterworfen. So ist die Betriebsdauer der Roboterkamera durch die Auswirkungen der Strahlung auf die Technik auf zehn Stunden begrenzt.

Über den vielseitigen Roboter berichteten mehrere japanische Medien, darunter Kyodo, Asahi Shimbun und NHK. Kraftwerksbetreiber TEPCO richtete auf seiner japanischen Webseite eine zusätzliche Seite für die Roboterentwicklungen ein.

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