Start Aktuelles Fukushima aktuell: Elektrische Störung im Kontrollraum von Reaktor 6

Fukushima aktuell: Elektrische Störung im Kontrollraum von Reaktor 6

AKW-Betreiber TEPCO sieht keine Gefahr durch den Zwischenfall

1332
0
TEILEN
Warnsymbol vor Hochspannung (Grafik: pd)
Fukushima-Reaktor 6: Elektrische Störung führt zur Alarmierung der Feuerwehr (Grafik: pd)

Ein Zwischenfall an ungewöhnlicher Stelle beschäftigte den Betreiber des AKW Fukushima heute, während in anderen Teilen der Präfektur neue Arbeiten in Angriff genommen wurden. Die Details der Fukushima News gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 30. Mai 2018.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Elektrische Störung an Fukushima-Reaktor 6
  • Dekontmaination in künftiger Wiederaufbauzone des Sperrgebiets
Elektrische Störung an Fukushima-Reaktor 6

Während die Reaktoren 1-3 am AKW Fukushima Daiichi im Zuge der Tohoku-Katastrophen zu Opfern der Kernschmelze wurden, blieben insbesondere die Reaktoren 5 und 6 von diesem Schicksal verschont, da sie zu diesem Zeitpunkt nicht in Betrieb waren.

Doch am heutigen Mittwoch meldet die Betreiberfirma TEPCO, dass es gegen 1:48 Uhr (Ortszeit) im Hauptkontrollraum zu einer Warnung eines Überlastauslösers an einem Luftkühlungs-Kondensator gekommen war.

Angestellte untersuchten die Umstände vor Ort gegen 2:35 Uhr und nachdem die Möglichkeit eines Brands nicht ausgeschlossen werden konnte, stoppte man die Vorrichtung und informierte gegen 3:06 Uhr die Feuerwehr Futaba über den Zwischenfall.

Später lieferte TEPCO schrittweise weitere Informationen nach.

Demnach bestätigte die Feuerwehr Futaba gegen 4:10 Uhr dass der Fund tatsächlich als Brandfall einzustufen sei. Eine erneute Prüfung, diesmal durch die Feuerwehr Namie ergab gegen 11:30 Uhr, dass mittlerweile kein Brand mehr vorliegt

Über die aktuellen Ereignisse berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO.

Einen anderer kleiner Zwischenfall auf dem Gelände von Reaktorgebäude 6 liegt bereits mehrere Jahre zurück. Im September 2011 war im Zuge eines Taifuns, der über die Anlage zog, Regenwasser in den Keller eines Turbinengebäudes gelaufen

Dekontamination in künftiger Wiederaufbauzone des Sperrgebiets

Im Bereich der Gemeinde Namie, der im Rahmen des Drei-Zonen-Modells noch keinen langfristigen Aufenthalt zulässt, begann das Umweltministerium heute mit den Dekontaminationsarbeiten.

Dieser Bereich soll später als „Stützpunkt“ für die Wiederbelebung der Gemeinde Namie dienen, die jedoch noch zu 80 Prozent als Sperrgebiet klassifiziert ist.

Es handelt sich um den dritten Beginn in einer solchen Sonderzone für Wiederaufbau. Zuvor waren derartige Arbeiten bereits in den Gemeinden Futaba und Okuma angelaufen. Schon im September 2017 war der Außenposten in Futaba angekündigt worden.

Zu den ersten Maßnahmen gehört das Mähen von Gras entlang der Hauptstraße.

Im Verlauf der Projekte sollen an allen drei Standorten weitere Schritte zur Dekontamination und dem Wiederaufbau der Infrastruktur erfolgen, um eine spätere Rückkehr einstiger Einwohner zu erleichtern.

Die Aufhebung der Evakuierungsanordnung für den Stützpunkt in Namie ist für den März 2023 geplant. Über den Beginn der Arbeiten berichteten Präfekturmedien.