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Fukushima aktuell: Engagement nach schwerem Hokkaido-Erdbeben

Organisationen aus der Präfektur Fukushima beteiligen sich an Hilfsmaßnahmen nach Hokkaido-Erdbeben

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Artikelbild - Japan-Karte mit Hokkaido und Fukushima (Grafik: pd)
Präfektur Fukushima hilft nach schwerem Hokkaido-Erdbeben (Grafik: pd)

Das schwere Erdbeben auf Hokkaido beschäftigt Japan aktuell natürlich besonders und so ist es wenig verwunderlich, dass die aus Fukushima heute gemeldeten Nachrichten auch Bezug zur gestrigen Naturkatastrophe haben.

Einzelheiten dieser Fukushima News gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 7. September 2018.

Unsere heutigen Themen zum Wochenende:

  • Präfektur Fukushima reagiert auf Hokkaido-Erdbeben
  • Fukushima Sake Festival spendet Einnahmen für Hokkaido
Präfektur Fukushima reagiert auf Hokkaido-Erdbeben

Das schwere Erdbeben, das sich am gestrigen Morgen an Japans nördlichster Hauptinsel Hokkaido ereignete, forderte bislang 18 Todesopfer. Mindestens 22 Personen werden noch vermisst.

Auch in der Präfektur Fukushima reagierte man auf die Ereignisse.

Zum Einen wird versucht, Kontakt zu einer Reihe von Einwohnern herzustellen, die sich aus verschiedenen Gründen auf Hokkaido befanden. In den meisten Fällen gelang dies auch. Bislang gibt es keine Meldungen über Tote aus Fukushima.

Zum Anderen sind seit gestern Einheiten der Präfekturpolizei Fukushima, sowie 50 Mann der Selbstverteidigungsstreitkräfte (SDF) einer Garnison nach Hokkaido unterwegs, um die dortigen Helfer bei Rettungsmaßnahmen zu unterstützen.

Zum eingesetzten Material gehören verschiedene Hubschraubertypen und eine SDF-Einheit ist von der Stadt Sendai aus mit einem Schiff im Einsatz, um Anschwemmungen von Sedimenten und Trümmer vor Ort zu räumen.

Auf Wunsch von Hokkaido Electric entsandte TEPCO insgesamt 30 Hochspannungs-Generatoren, 250 Angestellte und zusätzliche Geräte, um die Elektrizitätsversorgung wiederherstellen zu können. Mittlerweile sei dies auch gelungen.

Gestern wies das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales (MHLW) die Präfektur Fukushima an, so genannte DMAT zu entsenden – eine Art medizinisches Notfallteam für Katastrophenfälle. Fünf Kliniken beteiligen sich an diesem Einsatz

Noch in der Nacht brach der Fukushima-Ableger des Japanischen Roten Kreuzes in das Katastrophengebiet auf. Weitere Hilfsmaßnahmen werden unterdessen koordiniert und eingeleitet. Die Suche nach den Vermissten dauert weiter an.

Über das Engagement der Präfektur berichteten Präfekturmedien.

Fukushima Sake Festival spendet Einnahmen für Hokkaido

Zum sechsten Mal in Folge fand in Japans Haupstadt Tokyo das Fukushima Sake Festival als PR-Aktion für die berühmten Alkoholika aus der Präfektur statt. Der Sake aus Fukushima gewinnt regelmäßig Qualitätspreise.

Während die Besucher noch bis heute die verschiedenen Sorten Kosten und sich von der Qualität selbst überzeugen konnte, beschränkten sich die sonstigen Aktivitäten nicht allein auf das Verteil von Flugblättern über die Produkte der Präfektur.

Stattdessen will der Veranstalter alle Einnahmen aus dem Ticketverkauf an die Katastrophengebiete in Kumamoto/Westjapan, die Gebiete die vom Taifun Jebi getroffen wurden und für Einsätze nach dem schweren Hokkaido-Erdbeben spenden.

Die Veranstalter sehen dies als Möglichkeit, etwas von der Hilfsbereitschaft nach den großen Tohoku-Katastrophen im März 2011 zurückgeben zu können. Für Besucher wurde eine Spendenbox aufgestellt. Über dieses Engagement berichteten Präfekturmedien.