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Fukushima aktuell: Entfernung von Messposten angekündigt

Demontage der Strahlungsmessposten in Fukushima soll noch in diesem Jahr beginnen

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Artikelbild - Messposten (Foto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)
Präfektur Fukushima: Demontage der Messposten offenbar vom Tisch (Symbolfoto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)

Erstmals wurden aus Fukushima heute konkrete Pläne zur Entfernung von Messposten für Umgebungsradioaktivität bekannt – offenbar soll es nun schnell gehen. Weitere Fukushima News befassen sich mit Wohnungsproblemen der Evakuierten.

Die Details zu diesen Meldungen gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 20. Juni 2018.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Erstmals Entfernung von Messposten in einer Gemeinde angekündigt
  • Schlichtungsstelle für Mietrückstände bei Evakuierten geplant
Erstmals Entfernung von Messposten in einer Gemeinde angekündigt

Am Montag beschloss die japanische Atomenergiebehörde, noch innerhalb dieses Jahres die ersten 27 Strahlungsmessposten in der Präfektur Fukushima zu entfernen. Betroffen von dieser Entscheidung ist die Ortschaft Saigo.

Am heutigen Mittwoch fand eine Pressekonferenz bei der Präfekturverwaltung statt, auf der dieser Beschluss vorgestellt wurde. Es ist das erste Mal, dass ein konkreter Zeitrahmen für die Entfernung der Messposten in einer Gemeinde genannt wird.

Insgesamt existieren 37 derartige Strahlungsmessposten zur Überwachung der Umgebungsradioaktivität in der Ortschaft und mit der aktuellen Entscheidung sollen somit noch im Jahr 2018 insgesamt 75 Prozent von dort entfernt werden.

Sobald die Vorbereitungen abgeschlossen sind, werde die Entfernung der Geräte beginnen, gab man auf der Pressekonferenz bekannt.

Um die Bürger besser über die Einzelheiten der Maßnahme zu informieren, sollen ab kommender Woche in ingesamt 19 Städten und Gemeinden der Präfekturen entsprechende Informationsveranstaltungen stattfinden.

Das berichteten Präfekturmedien.

Hintergrund

Die Regierung plant die Entfernung eines Großteils der 3.000 Strahlungsmessposten. Lediglich in 12 Gemeinden, die im Rahmen des Drei-Zonen-Modells noch über Sperrgebiete verfügen, sollen diese Erhalten bleiben und einige verlegt werden.

Noch zu Beginn der Woche war durch eine lokale Bürgerinitative ein schriftlicher Protest gegen die Maßnahme eingerecht und der Weiterbetrieb der Messposten gefordert worden. Gegner kritisieren eine finanzielle Motivation zu ungunsten der Sicherheit.

Schlichtungsstelle für Mietrückstände von Evakuierten geplant

Die Leitung der Präfektur Fukushima will im Rahmen der laufenden Präfekturalversammlung eine Reihe von Gesetzen verabschieden, von denen einige auch jene Evakuierten betreffen, die in Sozialwohnungen untergebracht sind.

Demnach soll eine Schlichtungsstelle geschaffen werden, bei der zahlungsunfähige Mieter, denen ein Entzug der Wohnung droht, ihre Angelegenheit vortragen können. Es ist das erste Mal, dass eine solche Dienstleistung für Evakuierte eingerichtet wird.

Die Betroffnen müssen hierfür lediglich die relevanten Dokumente, also im Wesentlichen die ausstehenden noch zu begleichenden Rechnungen vorweisen. Über diese aktuelle Entwicklung berichteten Präfekturmedien.