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Fukushima aktuell: Entsorgung der Tritiumabwässer wieder Thema

Bevölkerung soll über mögliche Maßnahmen zur Entsorgung informiert werden

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Artikelbild - AKW Fukushima: Bereich mit Tankbehältern am 9. Januar 2012 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Bereich mit Tankbehältern am 9. Januar 2012 (Foto: TEPCO)

Ob durch Verklappung, Verdunstung oder auf andere Weise – die Entsorgung von stark radioaktiven Tritiumabwässern ist am AKW Fukushima heute wieder Thema.

In den vergangenen Jahren zeigten die verschiedenen Fukushima News die unterschiedlichen Haltungen zur Beseitigung des Materials. Über die neusten Entwicklungen berichtet der Spreadnews Japan-Ticker vom 17. Mai 2018.

Öffentliche Anhörung zur geplanten Verklappung der Tritiumabwässer

Für den Sommer hatte die Regierung öffentliche Gespräche zur Entsorgungsmethode für stark tritiumhaltige Abwässer angekündigt, bei denen Möglichkeiten vorgestellt und die allgemeine Haltung der Bevölkerung ermittelt werden soll.

So wurden für den heutigen Donnerstag solche Veranstaltung geplant, die in der Stadt Fukushima, Sitz der Präfekturverwaltung, sowie Japans Hauptstadt Tokyo stattfinden sollen. Es geht vor allem darum, die verschiedenen Optionen und den Zeitplan zu präsentieren.

Bereits für morgen ist ein weiteres Treffen der Verantwortlichen geplant, die möglicherweise dann Tatsachen schaffen könnten. Über die Öffentlichkeitsarbeit für die Verklappung der Tritium-Abwässer berichteten Präfekturmedien.

Hintergrund

Gegenwärtig befinden sich etwa 660 Lagertanks mit radioaktiven Tritiumabwässern mit einer Menge von etwa 876.000 Tonnen auf dem Gelände des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi. Durch die Arbeiten vor Ort steigt diese Menge täglich an.

Da die Schaffung weiterer Behälter notwendig werden kann, was weiteren Platz benötigt, würde dies auch die eigentlichen Arbeiten zur Stilllegung der gesamten Kraftwerksanlagen negativ beeinflussen.

Die Atomaufsichtsbehörde NRA drängt den AKW-Betreiber TEPCO zur Verklappung der tritiumhaltigen Abwässer. Der Widerstand gegen die Maßnahme ist jedoch beispielsweise bei Fischern sehr hoch.