Start Aktuelles Fukushima aktuell: Entsorgung radioaktiver Abfälle nimmt weitere Hürde

Fukushima aktuell: Entsorgung radioaktiver Abfälle nimmt weitere Hürde

Fortschritte bei der Beseitigung kontaminierter Abfälle

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Artikelbild - Lagerung von Kunststoffsäcken mit Dekontaminationsabfall am 31. Mai 2015 (Foto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)
Lagerung von Kunststoffsäcken mit Dekontaminationsabfall am 31. Mai 2015 (Foto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)

Technologisch anspruchsvolle Drohnentests sorgten in Fukushima heute ebenso für Schlagzeilen, wie ein Projekt, dass zumindest als kleiner Schritt auf der Bewältigung von radioaktiv kontaminierten Abfällen gesehen werden kann.

Die Details unserer Fukushima News finden sich im Spreadnews Japan-Ticker vom 8. Dezember 2017.

Unsere heutigen Themen zum Wochenende:

  • Temporäre Müllverbrennungsanlage in Okuma fertiggestellt
  • Satellitengestützter Drohnenflug erfolgreich
Temporäre Müllverbrennungsanlage in Okuma fertiggestellt

Am gestrigen Donnerstag wurde die temporäre Müllverbrennungsanlage in Okuma fertiggestellt. Mit der versuchsweisen Verbrennung im Rahmen von Testläufen soll bereits in der kommenden Woche begonnen werden.

Die Kapazität liegt im Vollbetrieb bei 200 Tonnen Abfall pro Tag und bis Ende März 2022 sollen etwa 226.000 Tonnen dort entsorgt werden können. Als Sicherheitsmaßnahme gegen die Freisetzung von radioaktivem Material dienen doppelte Filter und Überwachung der Luftwerte.

Verbrannt werden Abfälle, die bei der Dekontamination von Trümmern, dem Abriss von Gebäuden mit Katastrophenschäden usw. angefallen sind. Die Anlage steht auf dem Grundstück, auf dem ein Zwischenlager errichtet werden soll.

Alleine die Verbrennungsanlage und ein Lager für die entstehende Asche nehmen ein Gebiet von fünf Hektar ein. Mit dem Beginn des Vollbetriebs wird für Februar kommenden Jahres gerechnet. Das berichten Präfekturmedien.

Satellitengestützter Drohnenflug erfolgreich

Seit der Kraftwerkskatastrophe versucht sich die Präfektur Fukushima auch durch die Förderung der Technologieforschung ein neues Profil zu geben. Dazu gehören auch Vereinbarungen zur Nutzung eines Drohnentestgeländes durch verschiedene Organisationen.

Gestern gab die Organisation zur Entwicklung neuer Energie- und Industrietechnologie (NEDO) gemeinsam mit dem Unternehmen SKY Perfect JSAT bekannt, dass man erfolgreich einen Drohnenflug unter Nutzung eines Kommunikationssatelliten durchführen konnte.

Es handelte sich um den ersten Test seit Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung am 22. November diesen Jahres. Der Test lief über vier Tage, vom 27. November bis 1. Dezember.

Ziel war es, eine in großer Höhe agierende Drohne als Zwischenstation zur Verbindung eines Kommunikationssatteliten mit einer niedrig fliegenden Drohne zu nutzen – ein Versuch der nach Darstellung der Beteiligten gelang.

Praktische Anwendung könnte das Verfahren bei Einsätzen finden, in denen eine terrestrische Verbindung zwischen Steuerung und Fluggerät aufgrund geographischer Besonderheiten, wie etwa Gebirgen, schwierig wäre.

Über die erfolgreichen Tests berichteten Präfekturmedien.