Start Aktuelles Fukushima aktuell: Entsorgung von Messposten auch finanziell motiviert

Fukushima aktuell: Entsorgung von Messposten auch finanziell motiviert

Öffentliche Dosimeter sollen aus Kostengründen weichen

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Artikelbild - Präf. Fukushima: Mehrere Messposten trotz Gittern vorsätzlich beschädigt (Symbolfoto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)
Präfektur Fukushima: Atomaufsicht will Verständnis für Entfernung öffentlicher Messposten (Symbolfoto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)

Wenn aus  Fukushima heute Kritik an einer zunächst offensichtlich sinnvollen Maßnahme laut wird, lässt das darauf schließen, dass Skeptiker auch eine Kehrseite der Medaille gefunden haben.

Die Hintergründe der aktuellen Fukushima News gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 5. April 2018.

Entsorgung öffentlicher Messposten auch finanziell motiviert

Die nahezu vollständige Entfernung aller öffentlichen Dosimeter in der Präfektur Fukushima, wie sie von der japanischen Atomaufsichtsbehörde NRA im März angekündigt wurde, sorgte umgehend für öffentliche Kritik.

Noch in diesem Monat will die NRA mit einer entsprechenden Aufklärungskampagne den verschiedenen Gemeinden die Entscheidung plausibel darlegen und um Verständnis für die Maßnahme werben.

Unterdessen werden die Hintergründe der Entscheidung kritisiert. Offiziell ist vor allem das dauerhaft auf Normalwerte gesunkene Strahlungsniveau an vielen Orten der Hauptgrund für den umstrittenen Plan.

Tatsächlich ist es jedoch so, dass die öffentlichen Messposten sich nach sieben Jahren dem Ende ihrer Betriebsdauer nähern und die Geräte ersetzt werden müssten, was mit erheblichen Kosten verbunden wäre.

Die jährlichen Wartungskosten belaufen sich auf 360 Millionen Yen, so dass Kritiker des Beschlusses vor allem eine finanzielle Motivation sehen. Sie bemängeln, dass die Ängste und Sorgen der Menschen dabei ignoriert würden.

Über den finanziellen Aspekt berichtete unter anderem die Asahi Shimbun.

In der Vergangenheit war bereits die finanzielle Motivation für das Recycling von kontaminiertem Erdreich in die Kritik geraten.