Start Aktuelles Fukushima aktuell: Erdbeben löst Fehlalarm am zweiten AKW aus

Fukushima aktuell: Erdbeben löst Fehlalarm am zweiten AKW aus

Erdbeben führt zu Irritationen am Kernkraftwerk Fukushima Daini

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AKW Fukushima Daini in Japan. Foto: Tepco
Fukushima Daini: Erdbeben löst Alarm aus (Foto: Copyright by TEPCO)

Ein Erdbeben sorgte am zweiten AKW in der Präfektur Fukushima heute für Aufregung, als es im Zuge des Ereignisses auch zu einem technischen Alarm kam. Weitere Fukushima News zeigen dagegen, dass die Bürokratie dennoch ihren Gang nahm.

Die Details gibt es nun aus Japan aktuell im Spreadnews Japan-Ticker vom 31. Juli 2018.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Leckalarm nach Erdbeben am AKW Fukushima Daini
  • Aktuelle Angaben zur Strahlungsbelastung der Fukushima-Arbeiter
Leckalarm nach Erdbeben am AKW Fukushima Daini

Am heutigen Dienstag ereignete sich gegen 17:42 Uhr (Ortszeit) ein Erdbeben mit einer Magnitude von 5,4. Das Epizentrum befand sich vor der Küste der Präfektur Fukushima. Als Reaktion auf das Erdbeben wurden Untersuchungen an den dortigen AKW durchgeführt.

Nach Angaben des Kraftwerkbetreibers TEPCO wurden Patrouillen auf dem Gelände beider Anlagen eingesetzt.Vom AKW Fukushima Daiichi (F1), das im März 2011 von mehreren Kernschmelzen betroffen war, wurden keine Auffälligkeiten gemeldet.

Am AKW Fukushima Daini (F2) wurde dagegen in Reaktorgebäude 4 ein Alarm ausgelöst, der auf ein mögliches Leck in einem der Kellergeschosse hinwies. Genauere Informationen waren zunächst nicht verfügbar.

Später wurde dann zwar die Auslösung eines Leckalarms bestätigt, jedoch kein Wasseraustritt nachgewiesen, so dass es sich offenkundig um einen Fehlalarm handelte. Ein Zusammenhang mit dem Erdbeben wird untersucht.

Wie TEPCO erklärte, habe es keine Auffälligkeiten an sicherheitsrelevanten Strukturen gegeben und auch Parameter wie Temperatur, Wasserstand usw. wiesen keine Anormalitäten auf. Über das Erdbeben berichtete TEPCO.

Aktuelle Angaben zur Strahlungsbelastung der Fukushima-Arbeiter

Wie zum Ende jedes Monats gab der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi auch heute die Statistiken für den Vormonat an die zuständige Behörde weiter.

Am heutigen Freitag übermittelte der Kraftwerksbetreiber TEPCO die aktuellen Angaben zur Zahl der Beschäftigten an der Anlage, sowie zur Höhe der Strahlungsdosis an das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales für den Juni 2018.

Die maximale Strahlungsbelastung der Angestellten lag im Juni bei 6,82 Millisievert. Im Bezug auf die inkorporierte Strahlenbelastung wurden bei den Angestellten keine signifikanten Werte festgestellt.

Der nächste Bericht, der sich mit den Strahlungsdaten mit Stand von Ende Juli befassen wird, soll gegen Ende August eingereicht werden.