Start Aktuelles Fukushima aktuell: Erdbebensicherheit der AKW-Abluftkamine auf dem Prüfstand

Fukushima aktuell: Erdbebensicherheit der AKW-Abluftkamine auf dem Prüfstand

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Artikelbild - AKW Fukushima: Aufnahme eines Abluftkamins bei der Kontrolle vom 27. September 2016 (Foto: Copyright by TEPCO)
AKW Fukushima: Aufnahme eines Abluftkamins bei der Inspektion vom 27. September 2016 (Foto: Copyright by TEPCO)

Die Erdbebensicherheit der Abluftkamine ist am AKW Fukushima heute noch ein Thema, genau so wie es auch die Waldbrände im Sperrgebiet um die Anlage wieder in die Fukushima News geschafft haben.

Einzelheiten zu diesen Meldungen gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 1. Juni 2017.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Zwischenbericht zur Erdbebensicherheit der AKW-Abluftkamine
  • Waldbrände im AKW-Sperrgebiet nun Expertenthema
Zwischenbericht zur Erdbebensicherheit der AKW-Abluftkamine

Nachdem in der Vergangenheit mehrfach Schäden an Reaktor-Abluftkaminen entdeckt worden waren – der neuste Riss wurde im April gemeldet – veröffentliche TEPCO heute einen Zwischenbericht zur Sicherheit dieser Strukturen am AKW Fukushima Daiichi.

Dabei wurde eine Beurteilung der Erdbebensicherheit anhand eines Modells unter Berücksichtigung der Flexibilität von Einzelteilen, sowie des Gesamtkonstrukts vorgelegt. Die entsprechenden Untersuchungen erfolgten im April diesen Jahres.

Als Ergebnis kommt TEPCO zu dem Schluss, dass  die Belastungen zwar einzelne Teile beschädigen könnten, nicht zuletzt aufgrund der getroffenen Verstärkungsmaßnahmen bestehe jedoch auch bei sehr starken Erdbeben keine Einsturzgefahr.

Bis Ende des Monats will das Unternehmen weiter an der Stabilität der Konstruktion arbeiten. Das meldete der Kraftwerksbetreiber TEPCO und begleitete die Meldung mit Fotos des Abluftkamins aus den Vorjahren.

Waldbrände im AKW-Sperrgebiet nun Expertenthema

Nach den schweren Waldbränden im Sperrgebiet um das AKW Fukushima Daiichi, wird nun ein Treffen von Feuerwehren in der Stadt Tomioka abgehalten, um das künftige Vorgehen bei derartigen Ereignissen zu besprechen.

Es handelt sich um das erste Meeting landesweiter Brandbekämpfer mit Kollegen aus dem Landkreis Futaba. Die Brände im April 2017 konnten erst nach zwölf Tagen kontrolliert werden, da die Löschzüge am Boden große Probleme hatten, vorzustoßen.

Die Region ist gebirgig, bewaldet und da sie Teil des Sperrgebiets sind, hat sich der Zustand seit den Tohoku-Katastrophen im März 2011 nicht verändert – umgestürzte Bäume und Straßenschäden durch das Erdbeben behinderten das weiterkommen.

Die Feuerwehrleute benötigten fast zwei Stunden um an den Einsatzort zu gelangen. Nun erwägt das Ministerium für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei (MAFF) in staatlichen Waldgebieten der Sperrzone einige Räumarbeiten durchführen zu lassen.

Jetzt soll ein System ausgearbeitet werden, bei dem die Löscheinsätze aus der Luft priorisiert werden sollen, um die Dauer möglicher Brände in Zukunft so weit wie möglich zu begrenzen und die Einsatzkräfte am Boden zu entlasten.

Das Treffen findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Über die Hintergründe berichteten Präfekturmedien.

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