Fukushima aktuell: Erneute Wasserlecks an Entsalzungsanlage

Fukushima aktuell: Erneute Wasserlecks an Entsalzungsanlage

Ähnliche Zwischenfälle sind bereits bekannt

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Artikelbild - Umkehrosmose-Einheit der Entsalzungsanlage im Jahr 2011 (Foto: TEPCO)
Alter Bekannter: Eine Umkehrosmose-Einheit der Entsalzungsanlage im Jahr 2011 (Foto: TEPCO)

Die vom AKW Fukushima heute veröffentlichten Meldungen erinnern an Mehrfachlecks einer Entsalzungsanlage, die sich Mitte des Monats ereigneten. Nun sind sowohl Monats- als auch Jahresende erreicht – und ähnliche Fukushima News zu hören.

Details und weitere Meldungen gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 29. Dezember 2016.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Zwei Wasserlecks an Entsalzungsanlage
  • Aktuelle Angaben zur Strahlungsbelastung der Fukushima-Arbeiter
Zwei Wasserlecks an Entsalzungsanlage

Am heutigen Donnerstag entdeckten Angestellte eines Partnerunternehmens bei einem Kontrollgang im Lagertankbereich H8 gegen 9:25 Uhr mehrere Tropfspuren am Ventil einer Transferpumpe der Umkehrosmoseanlage.

Eine Kontrolle wies eine Lache von 60 x 60 Zentimetern nach. Als Sicherheitsmaßnahme wurde gegen 9:43 Uhr das äußere Entwässerungsventil des Tankbereichs geschlossen.

Tatsächlich wurde am Ventil der Pumpe weiterhin tropfendes Wasser festgestellt und obwohl man es fester anzog, trat weiter Wasser mit einer Geschwindigkeit von einem Tropfen pro Minute aus. Daraufhin wurden die Arbeiten ausgeweitet.

Nachdem man die Vorrichtung auseinandergenommen, das Dichtungsband wieder angebracht und die Konstruktion wieder zusammengebaut hatte, wurde gegen 11:02 Uhr ein Stopp des Wasseraustritts bestätigt.

Die Gesamtmenge des ausgetretenen Wassers beläuft sich auf etwa 0,4 Liter. Nach einer Reinigung des Bereichs ist eine erneute Öffnung der aus Sicherheitsgründen geschlossenen Ventile geplant.

Gegen 14:20 Uhr wurde dann im Pumpenraum der Transferpumpe der Umkehrosmose-Anlage erneut ein Hinweis auf einen Wasseraustritt festgestellt. Die von TEPCO-Angestellten gefundene Pfütze betrug 2cm x 5cm und befand sich unterhalb einer Leitung.

Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass es sich um Wasser handelt, das noch kontaminiert ist, untersuche man die genauen Umstände vor Ort. Das Wasser gelangte nicht in die Umwelt. Das berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO.

Man mag sich nun fragen, weshalb TEPCO solch scheinbar belanglosen Lecks meldet, ganz so, als würde es sich bei ihnen um schwere Störfälle handeln. Tatsächlich wären viele Fälle nach der INES-Skala für Reaktorzwischenfälle nicht meldepflichtig.

Das Misstrauen der Öffentlichkeit aufgrund der Verschleierungspolitik des Unternehmens führt jedoch dazu, dass TEPCO auch Ereignisse, die in derartiger Form keinerlei Sicherheitsgefahr darstellen, öffentlich bekannt gibt.

Aktuelle Angaben zur Strahlungsbelastung der Fukushima-Arbeiter

Am gestrigen Mittwoch übermittelte der Kraftwerksbetreiber TEPCO die aktuellen Angaben zur Zahl der Beschäftigten an der Anlage, sowie zur Höhe der Strahlungsdosis an das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales für den November 2016.

Die maximale Strahlungsbelastung der Angestellten lag im November bei 10,89 Millisievert. Im Bezug auf die inkorporierte Strahlenbelastung wurden bei den Angestellten keine signifikanten Werte festgestellt.

Angaben zur Zahl der neu Beschäftigten machte das Unternehmen nicht.

Der nächste Bericht, der sich mit den Strahlungsdaten mit Stand von Ende Dezember 2016 befassen wird, soll gegen Ende Januar 2017 eingereicht werden.

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