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Fukushima aktuell: Erste Dacharbeiten am Schutzmantel von Reaktor 3

Arbeiten an der Dachkuppel begannen heute

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Artikelbild - Fukushima-Reaktor 3: Anbringung des ersten Teils der Dachkuppel am 31. Juli 2017 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 3: Anbringung des ersten Teils der Dachkuppel am 31. Juli 2017 (Foto: TEPCO)

Nach der Brennelemente-Suche in Reaktor 3 ist das gleiche Gebäude am AKW Fukushima heute wieder Thema der aktuellen Fukushima News. Diesmal geht es jedoch um die Bergung von Brennelementen – und das gleich in mehrfacher Hinsicht.

Die Einzelheiten hierzu finden sich im Spreadnews Japan-Ticker vom 31. Juli 2017.

Unsere heutigen Themen zum Wochenbeginn:

  • Erste Dacharbeiten am Schutzmantel von Reaktor 1 angebracht
  • „Trockene Bergung“ für geschmolzener Brennelemente im Gespräch
Erste Dacharbeiten am Schutzmantel von Reaktor 1 begonnen

TEPCO begann heute mit der Anbringung der Dachkuppel eines Schutzmantels um Reaktor 3. Diese Maßnahme ist eine Vorbereitung auf die künftige Bergung von Brennelementen aus dem dortigen Abklingbecken.

Die Anlieferung der ersten Dachteile erfolgte bereits Ende vergangenen Monats, doch zunächst waren andere Aufgaben, wie etwa der Robotereinsatz im Sicherheitsbehälter vorrangig. Jetzt wurde mit dem Bau des Daches begonnen.

Die gewölbte Konstruktion soll die Verbreitung von radioaktivem Material während der Arbeiten eindämmen. Insgesamt besteht das Dach aus 16 dieser Teile.

Ein solches Dachteil ist 23 Meter lang, etwa 5,6 Meter Breit und weist ein Gewicht von 40 Tonnen auf. Die domartige Kuppelform schafft einen Höhenunterschied von 18 Metern und soll ausreichend Platz für die darunter durchgeführten Einsätze eines Bergungskrans bieten.

Der Beginn der Bergungsarbeiten ist für Sommer 2018 vorgesehen. Das berichten TEPCO und Präfekturmedien.

„Trockene Bergung“ für geschmolzener Brennelemente im Gespräch

Bei der künftigen Bergung geschmolzener Brennelemente aus den Reaktoren 1 bis 3 soll der Betreiber des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi einen anderen Weg gehen, als bislang vorgesehen – und dabei völliges Neuland betreten.

Demnach soll die Bergung des zusammengeschmolzenen Materials (Corium) nicht durch eine Flutung der Sicherheitsbehälter mit Wasser unterstützt werden. Diese Maßnahme wurde von der zuständigen Regierungsstelle verworfen.

Das Verfahren sei, nicht zuletzt aufgrund der notwendigen Abdichtung, technisch schwierig, sondern es bestünde auch die Gefahr, dort beschäftigte Arbeiter könnten beim Austritt von stark radioaktivem Wasser einer hohen Strahlungsbelastung ausgesetzt werden.

Stattdessen ist nun eine „trockene Bergung“ im Gespräch, bei der das Corium, dass sich durch den Boden des Druckbehälters gebrannt und bis in den Sicherheitsbehälter gelangt ist, durch einen seitlichen Eingriff mit einem Roboter entfernt werden soll.

Zu diesem Zweck würde im Rahmen mehrerer Einzelmissionen der Roboter durch ein Führungsrohr seitlich in den Behälter eindringen und die geschmolzene Masse dort schrittweise entfernen.

Das Konzept wurde auf einem Treffen in der Stadt Iwaki durch Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) vorgestellt. Sollte es tatsächlich zum Einsatz kommen, wäre dies das erste mal, dass solch eine „trockene Bergung“ durchgeführt wird.

Ungeklärt ist bislang jedoch noch, wie in diesem Fall die Strahlungsbelastung so gering wie möglich gehalten und die unkontrollierte Freisetzung von radioaktivem Material verhindert werden kann. Über die Pläne berichteten NHK und Präfekturmedien

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