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Fukushima aktuell: Erste Flugdrohnentests an Reaktor 3

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Artikelbild - AKW Fukushima: Testflug der RISER-Drohne am 21. Februar 2017 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Testflug der RISER-Drohne am 21. Februar 2017 (Foto: TEPCO)

TEPCO meldet vom AKW Fukushima heute sowohl erste Flugversuche einer Drohne, als auch den Fund von Rissen am Tankfloß. Doch zu den Fukushima News gehört auch eine Meldung über die Beseitigung kontaminierter Abfälle.

Einzelheiten und Hintergründe zu den aus Japan aktuell bekannt gewordenen Neuigkeiten gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 22. Februar 2017.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Erste Drohnentests an Reaktor 3
  • Kamera-Untersuchung an Mega-Tankfloß zeigt Risse
  • Umweltministerium präsentiert Baustelle des Zwischenlagers
Erste Drohnentests an Reaktor 3

Die Pläne zum Einsatz von Flugdrohnen für Reaktoreinsätze führten in den vergangenen Tagen bereits zu einer Reihe von Versuchen, die vom AKW-Betreiber dann TEPCO fortgeführt wurden. Jetzt gibt es neue Informationen.

Nachdem am Montag der erste Testflug in einer Turnhalle erfolgreich verlief, wurde gestern erstmals ein Drohneneinsatz auf dem Gebiet von Reaktor 3 durchgeführt.

AKW Fukushima: Drohnen-Testflug des Multikopters am 22. Februar 2017 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Drohnen-Testflug im Turbinengebäude von Reaktor 3 am 22. Februar 2017 (Foto: TEPCO)

Dabei wurden Aufnahmen am Pumpensumpf von Reaktor 3 gemacht. Dieser hat eine Breite und Länge von jeweils 20 Metern und eine Tiefe von 3,5 Metern.

Nach Angaben des Unternehmens dauerte der Einsatz anderthalb Stunden und verlief störungsfrei.

Dabei wurde erstmals neben der dreidimensionalen Erfassung der Umgebung auch Strahlungsmessungen mit einem Dosimeter durchgeführt, deren Ergebnisse auf dem 3D-Abbild farblich hervorgehoben werden können.

Auch heute fanden weitere Testflüge des RISER genannten Multikopters statt – diesmal im Inneren des Turbinengebäudes.

Somit traten bei keinem der bislang vier Einsätze des Geräts eine technische Störung auf. Ein weiterer Einsatz ist für morgen geplant.

Wie das Unternehmen erklärte, wolle man die Daten anschließend auswerten um festzustellen, in welcher Umgebung sich das Gerät bei künftigen Operationen auf dem Kraftwerksgelände  am besten einsetzen lassen wird.

Die Entscheidung über die Verwendung in einem vollwertigen Einsatz soll Ende März fallen. TEPCO erhofft sich unter anderem eine Verbesserung der Situation für Angestellte bei den Stilllegungsarbeiten.

Durch die jeweils aktuellen Strahlungskarten der Umgebung könnte die Belastung der Arbeiter weiter verringert und die Maßnahmen somit optimiert werden. Auch sei es künftig möglich, die Effektivität von Dekontaminationsmaßnahmen besser zu beurteilen.

Über die bislang vier Testflüge der Multikopter-Drohne berichteten neben TEPCO auch Präfekturmedien. Das Unternehmen veröffentlichte zudem entsprechendes Bildmaterial.

Kamera-Untersuchung an Mega-Tankfloß zeigt Risse

Nach ersten Hinweisen auf die Ursache des bislang ungeklärten Pegelanstiegs im Tankfloß im Hafen des AKW Fukushima, führte TEPCO am gestrigen Dienstag eine Kontrolle mit einer Unterwasserkamera  durch.

Dabei wurden an einer deformierten Platte tatsächlich Risse von etwa zehn Zentimetern Länge nachgewiesen. Dies könnte den Anstieg erklären. Das Unternehmen teilte mit, Wasserproben entnommen zu haben und die Kontrollen zu verschärfen.

Eine bereits erfolgte Analyse zuvor entnommener Wasserproben wies keine erhöhten Strahlungswerte auf. Das Floß war im Zuge der AKW-Krise übergangsweise als Lagermöglichkeit für radioaktives Wasser genutzt worden. Eine Demontage des Floßes ist geplant.

Umweltministerium präsentiert Baustelle des Zwischenlagers

Das Umweltministerium gab die Baustelle, an der das Zwischenlager für radioaktiv kontaminiertes Erdreich und Laub aus allen Teilen der Präfektur entsteht, heute für die Vertreter der Presse zur Besichtigung frei.

Mit den Arbeiten an der Hauptanlage auf dem Gelände der Gemeinde Futaba und Okuma wurde im November begonnen. Nun konnte man sich also einen ersten Eindruck verschaffen.

Die Annahme- und Sortierstelle in Futaba ist ein zeltartiges Gebäude mit einer Höhe von 15 Metern. Im Inneren sind Geräte, wie etwa ein Förderband angebracht. Mit einem ersten Testbetrieb soll noch  in diesem Frühjahr begonnen werden.

Auf dem Gelände der Lagerstätte für radioaktiv belastetes Erdreich in Okuma konnte man die Aushebung von Gruben beobachten. Diese vier Meter tiefen Gruppen werden mit einer wasserdichten Plane ausgekleidet und dann das Erdreich dort gelagert.

Die wichtigsten Teile der Anlage sollen, so es keine besonderen Schwierigkeiten gibt, in diesem Herbst in Betrieb gehen können. Über die Besichtigung des Zwischenlagers berichteten Präfekturmedien.

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