Start Aktuelles Fukushima aktuell: Erste Lieferung radioaktiver Abfälle erreicht Lager in Tomioka

Fukushima aktuell: Erste Lieferung radioaktiver Abfälle erreicht Lager in Tomioka

Lagerungskonzept in Fukushima soll Vorbild für andere Präfekturen werden

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"Furekon" - Säcke mit kontaminiertem Erdreich nahe Okuma (Foto: Copyright by Ai Kon, Fukushima-ken)

Fortschritte bei der Bewältigung kontaminierter Abfälle sind nicht nur in der Präfektur Fukushima heute ein Thema, sondern die Lagerung hat auch landesweite Bedeutung. Weitere Fukushima News befassen sich mit der Statusmeldung von AKW nach einem Erdbeben.

Die Meldungen und ihre Hintergründe gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 17. November 2017.

Unsere heutigen Themen zum Wochenende:

  • Erste Lieferung kontaminierter Abfälle im Lager Tomioka angekommen
  • Keine AKW-Schäden nach Erdbeben
Erste Lieferung kontaminierter Abfälle im Lager Tomioka angekommen

Am Dienstag berichteten wir an dieser Stelle über die Ankündigung des Transports radioaktiver Abfälle in ein Lager in Tomioka. Am heutigen Freitag wurde nun die Ankunft der Lieferung am Lagerstandort gemeldet.

Es ist der erste reguläre Transport an ein solches Lager und tatsächlich handelt es sich bislang um den einzigen Standort, an dem eine  Endlagerung dieses Materials möglich ist.

Zuvor waren lediglich Testlieferungen an Standorte erfolgt, um Sicherheitsfragen vor einem tatsächlichen Beginn der Maßnahme zu klären.

Bei den heute angelieferten Abfällen handelt es sich um radioaktive Asche, die bei der Verbrennung von kontaminierten Trümmern und Dekontaminationsabfällen entsteht. Die Asche soll entweder in Spezialbehältern eingelagert, oder in Beton gebunden werden.

Zugelassen für die Lagerung auf der Anlage in Tomioka sind radioaktive Abfälle, deren Kontamination zwischen 8.000 und  100.000 Becquerel pro Kilogramm liegt.

Als Sicherheitsmaßnahme werden Grundwasser und Gewässer überwacht, um eine mögliche Strahlungsbelastung durch die Lagerstätte ausschließen zu können.

Derzeit geht das Umweltministerium von einem Zeitraum von sechs Jahren aus, in dem die kontaminierten Abfälle an das Lager geliefert werden.

Über die Ankunft im Lager berichteten Kyodo, NHK und Präfekturmedien.

Hintergrund

Mit Stand von Ende September werden etwa 200.000 Tonnen dieser Art von Abfälle in 11 Präfekturen provisorisch gelagert. In Fukushima beläuft sich die Menge auf 170.000 Tonnen.

Ursprünglich plante das Umweltministerium, dass in jeder der Präfekturen entsprechende Lager errichtet werden. Doch der anhaltende Widerstand der Bevölkerung verhindert bislang den Bau von Zwischen- und Endlagern in anderen Präfekturen.

Das Umweltministerium versucht weiterhin, das Vertrauen der Bürger zu gewinnen und verspricht das größtmögliche Maß an Sicherheit.

Keine AKW-Schäden nach Erdbeben

Nachdem sich um 10:02 Uhr (Ortszeit) ein Erdbeben mit einer Magnitude von 4,8 mit Epizentrum in der Präfektur Fukushima ereignete, veröffentlichte TEPCO die Informationen über die dortigen Kernkraftwerke.

Demnach wurden weder am AKW Fukushima Daiichi, noch am AKW Fukushima Daini irgendwelche Betriebsstörungen, oder Auffälligkeiten festgestellt. Auch Kontrollen vor Ort ergaben keinen Hinweis auf erdbebenbezogene Schäden.

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