Start Aktuelles Fukushima aktuell: Erste Messergebnisse für Badeorte veröffentlicht

Fukushima aktuell: Erste Messergebnisse für Badeorte veröffentlicht

Trotz positiver Strahlungsmessungen dürften viele Badegäste fern bleiben

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Artikelbild - Präfektur Fukushima: Tenjinhama am Inawashiro (Foto: pd)
Präfektur Fukushima: Strand am Inawashiro-See (Symbolfoto: pd)

Angesichts des warmen Sommers ist die Sicherheit der Küstengewässer und Badeseen in der Präfektur Fukushima heute Thema der Berichterstattung. Tatsächlich zeigen die aktuellen Fukushima News, wie wichtig das Thema für die Region ist.

Die Einzelheiten gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 5. Juni 2018.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Wasserqualität erster Strände in Fukushima für Badegäste veröffentlicht
  • Bemühung um Sicherheit und Revitalisierung der Strandbäder
Wasserqualität erster Strände in Fukushima für Badegäste veröffentlicht

Anfang vergangenen Monats berichteten wir an dieser Stelle über die Arbeit der örtlichen Behörden bei den Strahlungskontrollen der Badestrände in Iwaki. Gestern wurden die ersten Ergebnisse der Prüfungen an mehreren Stränden der Präfektur bekannt gegeben.

Demnach ist an den bislang vier getesteten Orten das Baden aus radiologischer Sicht gefahrlos möglich. Die Cäsiumkonzentration im Wasser liege unter dem Nachweiswert.

Dazu gehört auch das Haragamaobama Beach Resort in der Stadt Soma, das somit zum ersten Mal seit den Tohoku-Katastrophen 2011 wieder seine Tore für Besucher öffnen wird. Geprüft wurden sowohl Badestrände am Meer, als auch Ufer von Badeseen.

An den geprüften Orten betrug die Umgebungsradioaktivität zwischen 0,02 und 0,07 Mikrosievert pro Stunde. Das entspricht dem Wert, der vor der Kraftwerkskatastrophe vom März 2011 dort nachgewiesen wurde.

Im Rahmen der Kontrollen von insgesamte 18 Standorten werden auch zehn Strände, bei denen die Gemeinden bereits beschlossen hatten, sie nicht für die Öffentlichkeit freizugeben, dennoch untersucht.

Weitere Strände werden im Juli ihre offizielle Freigabe erhalten. Über die Ergebnisse der Kontrollen und die daraus resultierenden Entscheidungen berichteten Präfekturmedien.

Bemühung um Sicherheit und Revitalisierung der Strandbäder

Zu Beginn des Monats begann der „Iwaki Surf Life Saving Club“ (SLSC), eine Initiative von 16 Freiwilligen, darunter Surfer der Stadt, seine Arbeit. Sie  sehen sich jedoch nicht ausschließlich als Rettungsschwimmer, auch wenn sie zum nationalen Verband gehören.

Tatsächlich geht es ihnen auch um den Erhalt der Strände ihrer Stadt. Dass für diesen Sommer lediglich drei der insgesamt neun Badestrände ihre Öffnung ankündigten, ist unter anderem auf die weiterhin andaueren Reparaturarbeiten zurückzuführen.

Doch auch der Bevölkerungsrückgang ist ein Problem, denn so fehlt es an Aufsichtspersonen und weiteren Helfern. Normale Aufsichtspersonen sind rechtlich nicht zur Rettung hilfloser Personen berechtigt, da sie keine Qualifikation haben.

Durch die Ausbildung und die Aussicht auf praktische Erfahrung bietet die Arbeit der Freiwilligen des SLSC auch einen Anreiz für die Verantwortlichen der Strände, ihre Anlagen wieder zur Nutzung freizugeben. Über die Initiative berichteten Präfekturmedien.