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Fukushima aktuell: Erstmals Leckstelle in Reaktor identifiziert

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Fukushima-Reaktor 1: Aufnahmen des Roboters am Sicherheitsbehälter am 13. November 2013 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 1: Aufnahmen des Roboters im Bereich des Sicherheitsbehälters am 13. November 2013 (Foto: TEPCO)

Mit den Aufnahmen aus einem der Reaktoren konnte erstmals eine der dortigen Leckstellen einwandfrei ausgemacht werden. TEPCO-Experten sehen dies als wichtigen Erkenntnisgewinn für die Stilllegung der Anlage an.

Informationen zu diesen Fukushima News finden sich  im Spreadnews Japan-Ticker vom 14. November 2013.

Nach dem Beginn dieses Artikels um etwa 2:00 Uhr deutscher Zeit, sind jetzt weitere Einzelheiten bekannt.

Unsere heutigen Themen:

  • Erstmals Leckstelle in Fukushima-Reaktor identifiziert

Erstmals Leckstelle in Fukushima-Reaktor identifiziert: Der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi meldet, dass am gestrigen Mittwoch in Reaktor 1 erstmals Lecks entdeckt wurden die einen Zusammenhang zwischen Schäden am Sicherheitsbehälter und dem Rest der Anlage belegen.

Fukushima-Reaktor 1: Wasser dringt aus beschädigtem Rohr, 13. November 2013 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 1: Wasser dringt aus beschädigtem Rohr, 13. November 2013 (Foto: TEPCO)

Die durch einen ferngesteuerten Roboter gemachten Aufnahmen zeigen, an welcher Stelle das radioaktive Wasser aus dem Reaktor dringt.

Der verwendete Roboter war auf einem kleinen Boot montiert und sollte den Zustand an der torusförmigen Kondensationskammer unterhalb des Containments untersuchen. Dabei gelangte er bis nahe an den unteren Bereich des Sicherheitsbehälters.

Die Kondensationskammer, die über Lüftungsrohre mit dem Sicherheitsbehälter verbunden ist, dient im Fall eines Reaktorunfalls dazu, den Druck im Reaktor zu regulieren.

TEPCO Roboter-Boot am 13. November 2013 (Foto: TEPCO)
TEPCO Roboter-Boot am 13. November 2013 (Foto: TEPCO)

Da dort Reaktorwasser nachgewiesen wurde, das ursprünglich zur Kühlung der geschmolzenen Brennelemente diente, liegt nach Angaben von TEPCO ein Schaden vor, der das Wasser dort hinein gelangen lässt.

Eine Kamera des Roboters machte Bilder von insgesamt zwei Stellen, durch die sich Lecks nachweisen lassen.

In einem Fall handelt es sich um Wasser, dass an einer Wand der Kondensationskammer entlang lief und sich auf dem Boden sammelte. Bei der anderen Leckstelle wurde Wasser entdeckt, dass aus einem beschädigten Vinylchlorid-Rohr drang.

Fukushima-Reaktor 1: Rohr im unteren Bereich am 14. November 2013 (Foto: TEPCO/Hitachi-GE Nuclear Energy, Ltd.)
Fukushima-Reaktor 1: Rohr im unteren Bereich am 14. November 2013 (Foto: TEPCO/Hitachi-GE Nuclear Energy, Ltd.)

Bislang waren derartige Aufnahmen aufgrund der hohen Radioaktivität nicht möglich. Messgeräte wiesen vor Ort eine Strahlung von 0,9 bis 1,8 Sievert pro Stunde nach.

Es sei unklar, wie viel Wasser austrete und auch, wie die Beschädigung am Sicherheitsbehälter genau aussieht, allerdings dringe das Wasser an dem Rohr  wie aus einem Wasserhahn. Nach Ansicht der TEPCO-Techniker sei es wahrscheinlich, dass auch an den Reaktoren 2 und 3 ähnliche Lecks bestehen, berichtet die NHK.

Sollte nach diesen Leckstellen nun auch der eigentliche Schaden identifiziert werden können, werde dies nach Ansicht von TEPCO die Arbeiten zur Stilllegung erleichtern.

Am heutigen Donnerstag wurden die Untersuchungen weitergeführt. Allerdings ist sich TEPCO immer noch nicht im Klaren darüber, wo sich der Schaden des Sicherheitsbehälters genau befindet und welche Ausmaße er hat. Sollte der Schaden ausgemacht werden können, würde es leichter werden geeignete Maßnahmen auszuarbeiten.

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