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Fukushima aktuell: Erstmals Milch aus Sperrgebiet für Verkauf freigegeben

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Artikelbild - Milch in einem Supermarkt in Japan (Foto: yumtari, cc-by)
Milch in einem Supermarkt in Japan (Foto: yumtari, cc-by)

Mit einer Ankündigung zum Verkauf von Produkten aus dem Sperrgebiet sorgt die Präfekturverwaltung Fukushima heute für Aufsehen und hinter diesen Fukushima News steht sogar eine Meldung vom gleichnamigen AKW zurück.

Es gibt jedoch auch noch weitere Meldungen und diese wie üblich im Spreadnews Japan-Ticker vom 20. Januar 2017.

Unsere heutigen Themen zum Wochenende:

  • Erstmals Milchlieferung aus einstiger Sperrgebietsgemeinde angekündigt
  • Regenwasser statt Leitungsleck am AKW Fukushima
  • Drei weitere Fischarten für Testfang geplant
  • Kaiserpaar wird angeblich nicht an Tohoku-Gedenkfeier teilnehmen
Erstmals Milchlieferung aus einstiger Sperrgebietsgemeinde angekündigt

Wie die Präfektur Fukushima gestern bekannt gab, wie der Viehzuchtbetrieb Hiruta in Naraha am 24. Januar mit der Auslieferung an dort produzierter Milch beginnen.

Der 33 Rinder umfassende Milchbetrieb wird somit der erste Anbieter aus dem Sperrgebiet, der seit der AKW-Katastrophe wieder Milch verkaufen darf. Die Aufhebung des Evakuierungsstatus für Naraha war im September 2015 erfolgt.

Zuvor war zwischen Mai und Dezember 2016 sowohl das Futtermittel, als auch die Rohmilch der Tiere wöchentlich auf radioaktive Belastung getestet worden. Dabei lag die Menge an radioaktivem Cäsium unterhalb des Nachweiswerts.

Aus diesem Grund wurden bereits am 26. Dezember vergangenen Jahres das Verkaufsverbot für die Rinderfarm Hiruta aufgehoben. Über die Ankündigung des Milchverkaufs berichteten Präfekturmedien.

Regenwasser statt Leitungsleck am AKW Fukushima

Am heutigen Freitag entdeckten Angestellte eines Partnerunternehmens gegen 11:58 Uhr, dass vom Ventil einer Transferleitung der Umkehrosmose-Filteranlage tropfenweise Wasser austrat. Das Objekt befindet sich an der Oststseite des Lagertankbereichs H6.

Die Wasserversorgungspumpe wurde gestoppt und für eine genauere Inspektion das Isolationsmaterial entfernt. Dabei konnte kein Leck am Ventil festgestellt werden. Zudem ergab eine Analyse, dass das Wasser die gleiche Strahlungsbelastung aufwies, wie die Hintergrundstrahlung.

Daher geht TEPCO davon aus, dass es sich nicht um das konzentrierte Wasser der Filteranlage aus der Leitung handelt, sondern um Regenwasser, dass sich im Isolationsmaterial angesammelt habe.

Das Wasser bildete ein Pfütze von 30cm x 60cm und es gelangte nicht über die Betonbarriere hinaus, so dass keine Gefahr für die Umwelt besteht. Im Anschluss an die Einschätzungen wurde die Wasserversorgungspumpe wieder in Betrieb genommen.

Drei weitere Fischarten für Testfang geplant

Gestern beschloss ein Komitee für Testfänge der Vereingigung der Fischereikooperativen von Iwaki, Pläne für die Freigabe von drei weiteren Fischarten für den Testfang vorzulegen. Damit würde die Zahl freigegebener Gattungen auf 97 Spezies steigen.

Für einen endgültigen, formalen Beschluss werden noch die Zustimmung eines Rats für den Wiederaufbau der Fischerei und des Vorsitzenden des Präfekturdachverbands der Fischereikooperativen erforderlich. Diese sollen am 23. bzw. 30. Februar zustimmen.

Über diese Ausweitung der Testfangsorten berichteten Präfekturmedien.

Kaiserpaar wird angeblich nicht an Tohoku-Gedenkfeier teilnehmen

Aus Regierungskreisen ist zu hören, dass der Tenno und seine Gemahlin in diesem Jahr nicht an einer offiziellen Gedenkfeier der Regierung anlässlich des sechsten Jahrestags der Tohoku-Katastrophen vom März 2011 teilnehmen wird.

Bislang war das Paar jedes Jahr zu den Gedankveranstaltungen erschienen – das erste Mak sogar nur eine Woche nach einer Herzoperation des Tenno. In Vertretung wird sein zweiter Sohn, Prinz Akishino und seine Frau, Prinzessin Kiko, teilnehmen.

Einen offiziellen Grund nannte die namentlich ungenannte Quelle nicht, jedoch sei es wahrscheinlich, dass anlässlich des zehnten Jahrestags wieder ein offizieller Besuch stattfinden wird. Ähnlich war man nach dem großen Hanshin-Erdbeben von Kobe verfahren.

Eine offizielle Bestätigung aus dem kaiserlichen Haushofamt für diese Aussagen gibt es offenbar noch nicht. Über die Behauptung berichtete die jiji.

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