Fukushima aktuell: EU lockert Bestimmungen für Lebensmittel-Import

Fukushima aktuell: EU lockert Bestimmungen für Lebensmittel-Import

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Artikelbild - Lebensmittelauswahl in Tokyo (Foto: Copyright by KJ)
Präfektur Fukushima: EU will Lebensmittelbeschränkungen weitgehend aufheben (Symbolfoto, Copyright by KJ)

Die Europäische Union gibt den Lebensmittelproduzenten der Präfektur Fukushima heute Anlass zur Freude, dürfte doch der Handel mit lokal hergestellten Produkten wieder internationaler werden.

Wie die aus Japan aktuell gemeldeten Entscheidungen im Einzelnen aussehen, zeigen die Fukushima News im Spreadnews Japan-Ticker vom 7. Januar 2016.

Unsere heutigen Themen im Überblick

  • EU lockert Bestimmungen für Fukushima-Lebensmittel

EU lockert Bestimmungen für Fukushima-Lebensmittel: Die Europäische Union will Einschränkungen für den Import japanischer Lebensmittel noch im Lauf der Woche aufgeben. Eine entsprechende Entscheidung der EU-Kommission wurde am gestrigen Mittwoch getroffen.

Das Besondere daran ist, das praktisch fast alle Lebensmittelprodukte der Präfektur Fukushima ebenfalls wieder für den Handeln in der EU freigegeben werden.

Die Einfuhr von Lebensmitteln aus Japan war im Zuge der Fukushima-Krise im März 2011 von mehreren Staaten stark beschränkt worden und wird nun schrittweise wieder gelockert.

Jetzt sollen weitere Produkte, darunter auch solche aus der Präfektur Fukushima, wieder zugelassen werden, wenn ihre Strahlungswerte langfristig unter dem Grenzwert bleiben. Die neue Regelung soll am Samstag in Kraft treten.

Tokyo: Lebensmittel (Foto: Copyright by KJ)
Frische Lebensmittel in Tokyo (Foto: Copyright by KJ)

Von der Lockerung der Importverbote sind auch Obst und Gemüse, Produkte der Fleischindustrie, sowie Buchweizen und Tee aus Fukushima ausgenommen. Lediglich für Kaki besteht weiterhin ein Verbot.

Auch andere Präfekturen dürfen nun weitere Waren in EU-Mitgliedsstaaten exportieren. Hierzu zählen alle Lebensmittel der Präfekturen Aomori und Saitama, sowie Reis und Sojabohnen aus sechs weiteren Präfekturen in der nordöstlichen Region Japans. Das berichtete die NHK.

Die Aufhebung von Handelsbeschränkungen ist ein seit Jahren laufender Prozess. Im November vergangenen Jahres hatte die EU bereits eine Lockerung der Strahlungskontrollen für Fukushima-Lebensmittel ins Gespräch gebracht.

Auch Taiwan und Russland haben ihre Importpolitik geändert.  Japan wehrt sich zudem aktiv gegen Importverbote, die als unverhältnismäßig angesehen werden. Die Regierung in Tokyo wandte sich an die WTO, um Südkorea zur Änderung der Bestimmungen zu zwingen.

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