Fukushima aktuell: Fachtagung zur Gesundheit von Kindern der Präfektur

Fukushima aktuell: Fachtagung zur Gesundheit von Kindern der Präfektur

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Artikelbild - Kinder in Katastrophenpräfekturen benötigen Traumahilfe (Foto: Copyright by Andreas Teichert, DTRG e.V.)
Präfektur Fukushima: Drohungen gegen Jugendprojekt für Wiederaufbau (Symbolfoto: Copyright by Andreas Teichert, DTRG e.V.)

Gesundheitsfragen und Sorgen sind in der Präfektur Fukushima heute weiterhin präsent, auch wenn es immer wieder von verschiedenen Stellen Entwarnungen gibt.

Dennoch wird es sicherlich weiterhin Fukushima News zu Krebsfällen bei Kindern geben, denn die Angst vor Folgeschäden ist für viele Mensche in Japan aktuell immer noch ein Thema. Die Meldungen gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 10. Mai 2016.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Fachtagung zur Gesundheit der Kinder von Fukushima
  • Dichtungsarbeiten am AKW Fukushima
  • Technologie zur Reduzierung der Strahlungsbelastung durch Wälder

Fachtagung zur Gesundheit der Kinder von Fukushima: Auf einem internationalen Symposium in Soma, das am Sonntag endete, war die Gesundheit der Kinder in der Präfektur ein zentrales Thema.

Ärzte der medizinischen Universität Fukushima, sowie ausländische Kollegen kamen übereinstimmend zu dem Schluss, das bislang kein Zusammenhang zwischen den bekannten Strahlungsbelastungen und den Fällen von Schilddrüsenkrebs feszustellen sei.

Auch Jerry Thomas vom  British Imperial College London, der sich als Professor für Molekularpathologie auf Schilddrüsenveränderungen spezialisiert hat, hält es für schwierig, einen Zusammenhang herzustellen.

Das Argument, die gehäufte Entdeckung gutartiger Schilddrüsenveränderungen sei lediglich auf die sorgfältigen Kontrollen zurückzuführen und daher rein statistischer Natur, wurde dabei von den Experten ebenfalls angeführt.

Unterdessen hob ein Arzt der Abteilung für Innere Medizin am Krankenhaus Soma die Ergebnisse einer Untersuchung über die Verschlechterung der körperlichen Verfassung von Kindern und Senioren aufgrund des Bewegungsmangels nach der AKW-Katastrophe hervor.

Strahlungsängste und Krebssorgen dürften nicht dazu führen, dass andere gesundheitliche Problemfaktoren vernachlässigt würden, denn Teil der Bestrebungen zum Wiederaufbau sei auch die Wiederherstellung der Gesundheit. Über das Symposium berichteten Präfekturmedien.

Dichtungsarbeiten am AKW Fukushima: Nach dem Austritt von kontaminiertem Wasser an einer Leitung zum Abfallentsorgungsgebäude im vergangenen Dezember, will man nun das Risiko weiterer Austritte senken.

Daher begann man heute mit der Auffüllung des betreffenden Kanals. Das bislang dort angesammelte Wasser soll umgeleitet werden. Sowohl die Auffüllarbeiten, als auch der Wassertransfer, sollen bis Ende Juni abgeschlossen sein.

Technologie zur Reduzierung der Strahlungsbelastung durch Wälder: Ein Team um Professor Noriyuki Kumazawa hat eine neue Technologie entwickelt, mit der die Verbreitung von radioaktivem Cäsium aus Wäldern in die Umwelt verringert werden kann.

Grundlage der Methode ist eine Lösung aus Lehm und einem Polymer, das natürliche Effekte wie etwa den Regen nutzt, um das ausgeschwemmte Cäsium zu binden. Vorteil der neuen Methode ist die Umweltverträglichkeit und die geringen Kosten des Ausgangsmaterials.

Durch dein Einsatz könnte auch eine Ausweitung der Dekontamination von Wäldern für die Regierung wieder attraktiver werden. Über die neue Methode berichteten Präfekturmedien.

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