Start Aktuelles Fukushima aktuell: Fast 4.000 Schäden und Ausfälle an Strahlungsmessposten

Fukushima aktuell: Fast 4.000 Schäden und Ausfälle an Strahlungsmessposten

Umfangreiche Schäden bestärken Regierung in Abrissplänen für Strahlungsmessposten

1259
0
TEILEN
Artikelbild - Messposten (Foto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)
Präfektur Fukushima: Demontage der Messposten offenbar vom Tisch (Symbolfoto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)

Erhaltung oder Demontage der Strahlungsmessposten sind in Fukushima heute immer noch ein Steitpunkt zwischen Bürgern und Regierung. Aktuelle Fukushima News zeigen jedoch deutlich, weshalb dieser Schritt angestrebt wird.

Die Details hierzu gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 21. Mai 2018.

Fast 4.000 Schäden und Ausfälle an Strahlungsmessposten

Die öffentlichen Strahlungsmessposten die spätestens seit der vollständigen Inbetriebnahme im Fiskaljahr 2013 ein vertrautes Bild in zahlreichen Gemeinden der Präfektur Fukushima wurden, geraten erneut in die Schlagzeilen.

Die Atomaufsichtsbehörde NRA als Betreiber der Anlagen hatte bereits angekündigt, die Abschaffung der Messposten bis zum Ende des Fiskaljahrs 2020 anzustreben, da die gesunkenen Strahlungswerte eine derart flächendeckende Kontrolle überflüssig machten.

Bürger kritisierten die Entsorgung der Messposten und erklärt, sie sähen vor allem finanzielle Gründe hinter der Maßnahme. Das Sicherheitsbedürfnis der Einwohner sei bei der Entscheidung nicht berücksichtigt worden.

Wie die Regierung bereits einräumte, ist die Kosteneinsparung durch die Entfernung der etwa 3.000 Messposten in der Tat einer der Gründe für die Beseitigung der Geräte. Aktuell bekannt gewordene Zahlen zeigen nun einige Hintergründe.

So kam es während der fünf Jahre, in denen das System flächendeckend an Schulen, Kindergärten und anderen Orten zum Einsatz kam, zu 3.955 Störungen – etwa durch die Anzeige falscher Messwerte, oder sogar den Ausfall der Datenübertragung.

Die verantwortlichen Unternehmen reparierten die Schäden, jedoch belaufen sich die daraus entstehenden Wartungskosten auf etwa 500 Millionen Yen pro Jahr. In der Vergangenheit war es auch zu Vandalismus gegen Messposten gekommen.

Nach wie vor protestieren Bürgerinitiativen gegen die Maßnahme die vorsieht, nur noch in wenigen Gemeinden in Nähe zum AKW Fukushima Daiichi die Geräte beizubehalten und eingesparte Anlagen dort einzusetzen.

Über die aktuellen Zahlen zu Ausfällen und Schäden, sowie die anfallenden Wartungskosten berichtete die Kyodo am Sonntag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen, sowie Präfekturmedien.