Fukushima aktuell: Fischer gegen Einleitung radioaktiver Abwässer

Fukushima aktuell: Fischer gegen Einleitung radioaktiver Abwässer

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Artikelbild - Tokyo: Fisch auf dem Ameyoko-Markt (Foto: Copyright by KJ)
Tokyo: Fisch auf dem Ameyoko-Markt (Foto: Copyright by KJ)

Die geplante Einleitung von kontaminiertem Wasser ist für sie keine Option, dies machten die Fischer der Präfektur Fukushima heute deutlich. Unterdessen bemüht sich TEPCO um mehr Sicherheit am AKW. Detaillierte Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 27. Januar 2015.

Unsere heutigen Themen:

  • Fischereiverband fordert Ablehnung der Verklappung kontaminierter Abwässer
  • Sicherheitsveranstaltung im J-Village

Fischereiverband fordert Ablehnung der Verklappung kontaminierter Abwässer: Am heutigen Dienstag wandte sich der nationale Dachverband der Fischereikooperativen an die japanische Regierung und forderte ein Verbot der Verklappung radioaktiv belasteter Abwässer.

Das Treffen zwischen Hiroshi Kishi, Leiter der auch als „JF Zengyoren“ bekannten Vereinigung und Industrieminister Yoichi Miyazawa ist eine Reaktion auf das Einverständnis der Atomaufsichtsbehörde NRA zu den Verklappungsplänen.

Das Betreiberunternehmen TEPCO plant ab 2017 die Einleitung von kontaminiertem Grundwasser vom Kraftwerksgelände in den Pazifik.

Auch die Internationale Atomenergiebehörde IAEA erwägt die Verklappung kontaminierter Abwässer am AKW Fukushima zur Bewältigung der Grundwasserprobleme.

Die Fischereiverbände fürchten um die Lebensmittelsicherheit und das Verbrauchervertrauen, sollte das gefilterte Wasser verklappt werden.

Minister Miyazawa erklärte, ohne ausführliche Prüfung werde die Regierung keine derartige Maßnahme zulassen.

Tetsu Nozaki, Leiter der Fischereikooperativen der Präfektur Fukushima, rief die Verantwortlichen dazu auf, die Angelegenheit mit größter Sorgfalt zu behandeln.

Über die Forderung berichteten jiji und NHK.

Sicherheitsveranstaltung im J-Village: Am heutigen Dienstag wurde für die Beschäftigten am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi eine Informationsveranstaltung zur Arbeitssicherheit durchgeführt.

Sicherheitsschulung im J-Village, 27. Januar 2015 (Foto: TEPCO)
Sicherheitsschulung im J-Village, 27. Januar 2015 (Foto: TEPCO)

Die zweistündige Veranstaltung fand zwischen 10:00 Uhr und 12:00 Uhr in der J-Village Convention Hall statt. Etwa 120 Personen nahmen an der Schulungsmaßnahme teil.

Organisator der Veranstaltung war die Behörde für Rohstoffe und Energie, in Zusammenarbeit mit Verantwortlichen für Arbeitsrecht in der Präfektur und dem  Kraftwerksbetreiber TEPCO.

Zu den Teilnehmern gehörten Angestellte von 14 Unternehmen, darunter 50 TEPCO-Beschäftigte. Der Bericht über die Schulungsmaßnahme wurde vom Kraftwerksbetreiber mit Fotos ergänzt.

1 KOMMENTAR

  1. Diese Schulung wurde ernst genommen. Auf dem Bild ganz rechts schläft ein Mann…Man kann sich auf weitere Problemen einstellen. TEPCO hat hier noch einmal sein Professionalismus gezeigt…

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