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Fukushima aktuell: Freigabe stark kontaminierter Gebiete für 2022 geplant

Wiederbelebung "unbewohnbarer" Gebiete in Planung

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Artikelbild - Präfektur Fukushima: Straßensperre nach Namie (Foto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)
Zukunftspläne für schwer kontaminierte Gebiete sehen Rückkehr vor (Symbolfoto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)

Die Vorstellung, in offiziell unbewohnbare Gebiete zurückzukehren, dürfte für die einstigen Einwohner von evakuierten Gemeinden in Fukushima heute vielfach ebenso absurd erscheinen, wie für Menschen außerhalb der Präfektur.

Doch die Fukushima News zeigen, dass in Japan aktuell genau diese Idee zunehmend konkretisiert wird. Einzelheiten, sowie weitere Themen, gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 1. September 2016.

Unsere heutigen Themen im Überblick;

  • Stark kontaminierte Gebiete könnten 2022 freigegeben werden
  • Brand bei Schweißarbeiten in Lagertankbereich H2
  • Elektrische Störung an Grundwasserpumpe
Stark kontaminierte Gebiete könnten 2022 freigegeben werden

Einige der am stärksten kontaminierten Gebiete innerhalb der Sperrzone könnten bis zum März 2022 zumindest teilweise freigegeben werden. Das teilte die Regierung gestern mit.

Das Gebiet umfasst sieben Gemeinden im 20-Kilometer-Radius, sowie einen schmalen Streifen nordwestlich davon. Es war im Rahmen des Drei-Zonen-Modells aufgrund einer Jahresbelastung über 50 Millisievert, als  „langfristig unbewohnbar“ eingestuft worden.

Dennoch waren Pläne zur Freigabe der Gefahrengebiete bereits im Juli diesen Jahres geäußert worden und sollen jetzt offenbar weiter konkretisiert werden.

Da die Strahlung auch in diesen Gebieten zurückgegangen sei und mit Beginn des neuen Fiskaljahrs im April 2017 zusätzlich Dekontaminationsmaßnahmen durchgeführt werden, sei eine Rückkehr durchaus denkbar.

Unmittelbares Ziel sind zunächst Gebiete die über Verwaltungsgebäude und Bahnhöfe verfügen. Dort sollen „Wiederaufbau-Stützpunkte“ entstehen und die Arbeiten dann ausgeweitet werden.

Im Zuge der Wiederbelebung der Region Tohoku und damit auch der Präfektur Fukushima stelle eine Beibehaltung dieser Sperrzone einen Imageschaden dar und würde dem Ruf von Produkten der Präfektur schaden, so die offizielle Argumentation.

Unklar ist aber nicht nur der genaue Zeitplan und wie die Kostenverteilung aussehen wird, sondern auch, ob die früheren Einwohner trotz aller Bemühungen um die Infrastruktur überhaupt gewillt sind, wieder zurückzukehren.

Über das Projekt der Regierung berichteten Asahi Shimbun und NHK.

Brand bei Schweißarbeiten in Lagertankbereich H2

Am heutigen Donnerstag entdeckten Angestellte eines Partnerunternehmens bei Schweißarbeiten im Lagertankbereich H2 gegen 9:35 Uhr, dass an einer Gummiabdeckung außerhalb eines Behälters, Flammen und Rauch zu sehen waren.

Durch sofortigen Einsatz eines Feuerlöschers konnten die Flammen gegen 9:40 Uhr erfolgreich erstickt werden. Dennoch wurde die Feuerwehr Futaba über den Zwischenfall informiert.

Bei dem Feuer gab es keine Verletzen und die verschiedenen Messwerte wie Luftbelastung und Wasserstand der Behälter, wiesen keine Abweichungen auf.

Als Ursache wird vermutet, dass der Windschutz aus Gummi durch die Hitze der Schweißarbeiten zu kokeln begann und sich so das Feuer entwickelte. Das berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO.

Elektrische Störung an Grundwasserpumpe

Am gestrigen Mittwoch sollte eine Pumpe für die Grundwasserumleitung gestartet werden, was jedoch zu zwei Alarmen führte. Zum einen wurde eine Störung des Ablaufs der Umleitung in einen Lagertank, als auch ein Erdungsfehler der Pumpe gemeldet.

Eine erste Kontrolle vor Ort ließ auf einen Schaden der Motorwicklung schließen, so dass am heutigen Donnerstag eine genauere Untersuchung durchgeführt wurde.

Dabei wurde an Kabeln, die der Pumpe die benötigte Elektrizität zuführen, Brandspuren nachgewiesen. Die Feuerwehr Futaba wurde informiert. Später erklärte die Feuerwehr Tomioka, es habe sich nicht um einen Brand gehandelt.

Wie das Betreiberunternehmen TEPCO meldet, habe der Ausfall der Pumpe derzeit keinen Einfluss auf die Grundwasserumleitung.

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