Fukushima aktuell: Freisetzung von radioaktivem Cäsium verringert

Fukushima aktuell: Freisetzung von radioaktivem Cäsium verringert

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Artikelbild - Fukushima-Reaktor 3; Aufsteigender Dampf am 18. Juli 2013 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 3; Aufsteigender Dampf am 18. Juli 2013 (Foto: TEPCO)

TEPCO scheint in Japan aktuell mehr als einen Grund zur Freude zu haben, doch wer die Meldungen verfolgt weiß, dass sich dies auch wieder ändern kann.

Interessant sind die aus Fukushima heute gemeldeten Nachrichten allemal und so bleiben die Fukushima News lesenswert – im Spreadnews Japan-Ticker vom 16. März 2016.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Freisetzung von Cäsium am AKW Fukushima verringert
  • Vollbetrieb der Müllverbrennung am AKW ab Freitag
  • Tenno besucht Evakuierte in Fukushima

Freisetzung von Cäsium am AKW Fukushima verringert: Wie Kraftwerksbetreiber TEPCO gestern bekannt gab, gelangt deutlich weniger radioaktives Cäsium aus den Reaktorgebäuden, als zu Beginn der Krise. Die Berechnungen stammen vom vergangenen Monat.

Einer ersten Berechnung des Ausstoßes von Reaktor 4 ergab, dass dort stündlich weniger als 220.000 Becquerel freigesetzt werden. Das liegt unter dem Wert von 10 Millionen Becquerel, den die Atomaufsicht als Richtwert vorgegeben hatte.

Mit Ausnahme von Reaktor 3, bei dem die Menge an freigesetztem Cäsium unverändert blieb, sanken im Februar die Menge an den Reaktoren 1, 2 und 4 im Vergleich zum Januar. Die Werte lagen unter 530.000 Becquerel pro Stunde.

Über diese Ergebnisse berichtete neben dem Kraftwerksbetreiber auch Präfekturmedien.

Vollbetrieb der Müllverbrennung am AKW ab Freitag: Der Vollbetrieb der Anlage zur Verbrennung von Feststoffen am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi, soll nach Angaben des Betreiberunternehmens TEPCO am Freitag beginnen.

Ein Testlauf sei erfolgreich verlaufen und die die direkte Messung der Strahlungswerte in den Abgasen der Verbrennung habe unter dem Nachweiswert gelegen. Eine Kontrolle der verwendeten Filter an der Abgasleitung sei ebenfalls positiv verlaufen.

Die 42 Tonnen Testabfälle in Form von gebrauchter Schutzkleidung konnten durch die Verbrennung auf 0,8 Tonnen Asche reduziert werden. Sie wurde in 16 Fässern abgefüllt.

Strahlungsmessungen auf der Oberfläche der Behälter ergaben Werte zwischen 7 und 160 Mikrosievert pro Stunde. Die Einlagerung der Behälter erfolgt nun im Lager für kontaminierte Feststoffe.

Die Anlage war im vergangenen November fertiggestellt worden und nach dem Wasserleck beim ersten Testlaufversuch, das von einer Einheit zur Abkühlung des Dampfes stammte, scheint dem Vollbetrieb dieser Müllverbrennungseinheit nichts mehr im Wege zu stehen.

Über das Ergebnis des Testbetriebs am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi berichteten Präfekturmedien.

Tenno besucht Evakuierte in Fukushima: Am heutigen Mittwoch besuchten der Tenno und seine Gemahlin die Ortschaft Miharu. Dort leben etwa 700 Einwohner aus Katsurao, die im Zuge der Kraftwerkskatastrophe von dort fliehen mussten.

Neben dem formellen Teil, etwa die Information über die Pläne zur Aufhebung der Evakuierungsanordnung noch in diesem Frühjahr, nahm sich das Paar auch Zeit, mit den Flüchtlingen persönlich zu sprechen.

Im Anschluss ermutigten sie die Betroffenen und erklärten, man hoffe gemeinsam mit ihnen auf bessere Zeiten.

Für morgen ist ein Besuch in den Gemeinden Ishinomaki und Onagawa in der Nachbarpräfektur Miyagi vorgesehen. Über den royalen Besuch in Fukushima berichteten Asahi Shimbun und NHK.

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