Start Aktuelles Fukushima aktuell: Freude über Fortschritte in der Präfektur

Fukushima aktuell: Freude über Fortschritte in der Präfektur

Tourismus und Sport beleben Menschen und Region

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Artikelbild - Kinder in Katastrophenpräfekturen benötigen Traumahilfe (Foto: Copyright by Andreas Teichert, DTRG e.V.)
Präfektur Fukushima: Fortschritte für Jung und Alt (Symbolfoto: Copyright by Andreas Teichert, DTRG e.V.)

Neben all den Rückschlägen und Problemen, finden die Verbesserungen und Noramlisierungen in Fukushima heute immer noch zu wenig Beachtung – obwohl zumindest die offiziellen Meldungen immer wieder mal positive Fukushima News bieten.

Am heutigen Valentinstag möchten wir an dieser Stelle zumindest die aktuellsten dieser Neuigkeiten teilen. Über die Glaubwürdigkeit kann der Leser selbst entscheiden. Die Details also nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 14. Februar 2018.

Unsere heutigen Meldungen im Überblick:

  • Übernachtungszahlen ausländischer Touristen wieder auf Normalwert
  • Fitness der Fukushima-Kinder normalisiert sich
  • Teileröffnung der Sportstätten des J-Village für Juli angekündigt
Übernachtungszahlen ausländischer Touristen wieder auf Normalwert

Erstmals seit den Tohoku-Katastrophen im März 2011. ist die Zahl ausländischer Touristen, die Übernachtungen in der Präfektur Fukushima buchten, auf Werte vor der Krise gestiegen. Das geht aus einer Untersuchung der Tourismusbehörde hervor.

Zwischen Januar und Oktober 2017 blieben 78.680 Gäste über Nacht. Im Jahr 2010 waren es im gleichen Zeitraum 77.890 ausländische Besucher. Der Anstieg ist vor allem auf Touristen aus Taiwan und Thailand zurückzuführen.

Der Trend soll nach offiziellen Angaben auch auf die verstärkten Werbemaßnahmen und Informationskampagnen zurückgehen, die seit August 2016 angelaufen waren. Die positiven Auswirkungen zeigten sich jedoch bereits zuvor.

Waren 2011 die Besucherzahlen um 70 Prozent eingebrochen, lag die Quote im Jahr 2016 nur etwas weniger als 20 Prozent unter den Zahlen von 2010. Über die positive Entwicklung berichtete die Asahi Shimbun.

Fitness der Fukushima-Kinder normalisiert sich

Die gestern veröffentlichten Ergebnisse einer landesweiten Fitness-Untersuchung bei Schülern, zeigen bei Kindern aus der Präfektur Fukushima einen Anstieg der Leistungsfähigkeit und übertrafen teilweise sogar Ergebnisse vor den Tohoku-Katastrophen.

Insbesondere die Krise am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi hatte zuvor einen massiven Einfluss auf die sportlichen Fähigkeiten der Kinder. Aufgrund des radioaktiven Niederschlags durften sie häufig nicht unter freiem Himmel spielen.

Die Zahl an Outdoor-Aktivitäten ging als Folge der Angst vor radioaktiver Kontamination stark zurück, da keine öffentlichen Sportplätze mehr genutzt wurden und es so zu Bewegungsmangel, insbesondere bei Schulkindern kam.

Als Ursache für den wieder steigenden Sportlichkeitstrend und dem Umstand, dass in einigen Altersgruppen sogar der landesweite Durchschnitt übertroffen wurde, nennt die  Präfektur die gezielten Fördermaßnahmen, die getroffen worden waren.

Grundschüler erhielten nicht nur Unterricht durch Experten für bessere körperliche Betätigung, sondern führten auch ein „Fitnesstagebuch“, in das die Ergebnisse von körperlichen Kontrollen und Sportprüfungen eingetragen wurden.

Auch wenn es bei einigen Kindern noch Werte unter dem Durchschnitt gibt, so gleicht sich das allgemeine Niveau zunehmend den landesweit üblichen Ergebnissen an. Über diese positiven Meldungen berichteten Präfekturmedien.

Teileröffnung der Sportstätten des J-Village für Juli angekündigt

Wie die Verantwortlichen für das so genannte „J-Village“ gestern offiziell bekannt gaben, soll am 28. Juli ein Teil der Sportanlage wiedereröffnet werden, da die Arbeiten an der Fußball-Trainingsstätte zunehmend Fortschritte machen.

Neben der Ausbringung eines neuen Naturrasens, werden auch neue Gebäude errichtet, so dass beispielsweise fast die doppelte Zahl an Person als zuvor die Aufenthaltsräume nutzen können.

Für kommenden April ist eine vollständige Wiederaufnahme des Betriebs geplant – diesen Vorsatz bekräftigten die Verantwortlichen auf einer Pressekonferenz.

Nicht allein, dass das J-Village der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2020 dienen kann – auch die weitere Verwendung zu anderen Zwecken, etwa für Rugby, Drohnenrennen und Konzerte wäre dann möglich. Sogar ein eigener Bahnhof ist im Gespräch.

Präfekturgouverneur Masao Uchibori bezeichnete die Anlage, die dann auch Allwetter-Sportstätten umfassen wird, als eine wichtige Einrichtung für die Gemeinde, den Rückkehrwillen und für die Bekämpfung von Gerüchten. Das berichteten Präfekturmedien.

Hintergrund

Das J-Village, einst Trainingszentrum der japanischen Fußball-Nationalmannschaft, war im Zuge der Fukushima-Katastrophe geräumt worden. Die dortigen Gebäude dienten in den folgenden Jahren den Kraftwerksarbeitern als Stützpunkt für ihre Missionen.

Die Räumung des Village und die Wiederbelebung als Sportstätten gelten insbesondere im Hinblick auf die Olympischen Spiele von Tokyo, als wichtiger Motor für den Wiederaufbau der Region.