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Fukushima aktuell: Gebrochene Bolzen an Transportbehälter monatelang verschwiegen

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Artikelbild - Atommüll-Transportbehälter: Gebrochener Bolzen vom 16. Februar 2015 (Foto: Copyright by Nuclear Fuel Transport Corporation)
Atommüll-Transportbehälter: Gebrochener Bolzen vom 16. Februar 2015 (Foto: Copyright by Nuclear Fuel Transport Corporation)

Ein Transportunternehmen sieht sich dem Vorwurf der Verschleierung von Sicherheitsrisiken bei Atommülltransporten ausgesetzt. Darüber hinaus wird vom AKW Fukushima heute ein Arbeitsunfall gemeldet. Details jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 29. Juni 2015.

Unsere Meldungen zum Wochenbeginn:

  • Gebrochene Bolzen an Transportbehälter monatelang verschwiegen
  • AKW-Arbeiter zieht sich Handverletzung zu

Gebrochene Bolzen an Transportbehälter monatelang verschwiegen: Abseits des AKW Fukushima Daiichi gab es in der Vergangenheit ebenfalls Sicherheitsprobleme, wie mehrere aktuell bekannt gewordene Fälle zeigen.

Das einzige Unternehmen in Japan, dass schwach radioaktive Abfälle transportiert, verschwieg über mehrere Monate gebrochene Bolzen an Transportbehältern.

Wie das Unternehmen, die Nuclear Fuel Transport Corporation am Samstag mitteilte, wurden fünf beschädigte Bolzen, die den Deckel an den Behältern fixieren, festgestellt.

Man habe alle Transporte eingestellt, bis die Sicherheit der verwendeten Metallcontainer bestätigt werde. Bei den Transporten selbst sei kein Bolzen beschädigt worden. Auch eine Gefährdung der Umwelt habe nicht bestanden.

Der erste Schaden war bereits im Februar an einem leeren Behälter auf dem Gelände der Anlage in Rokkasho (Präf. Aomori) entdeckt, jedoch mehr als vier Monate lang nicht dem Transportministerium gemeldet worden.

Ein weiterer Fall wurde am vergangenen Montag bei Vorbereitungen zum Abtransport aus dem Hafenbereich des AK Mihama (Präf. Fukui) nachgewiesen.

Als am Donnerstag vergangener Woche auf der Anlage in Rokkasho ein weiterer gebrochener Bolzen entdeckt wurde, leitete man Überprüfungen ein und fand erneut zwei Bolzenbrüche.

Über die überraschende Bekanntgabe der Entdeckungen, berichtete die Kyodo.

Gerade weil keiner der Fälle das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi betrifft wird hierdurch deutlich, dass auch in anderen Bereichen von Japans Atomindustrie Mängel gefunden werden können.

AKW-Arbeiter zieht sich Handverletzung zu: Am Samstag zog sich der Angestellte eines Partnerunternehmens bei der Anbringung einer Regenwasserabdeckung im Lagertankbereich D eine Verletzung zu.

Nachdem er sich die Hand gequetscht hatte, erfolgte zunächst der Transport in das Notfallzentrum. Nachdem Hinweise auf einen offenen Bruch festgestellt wurden, sei der Transfer in das Krankenhaus Iwaki veranlasst worden.

Dort wurde schließlich der offene Bruch des Zeigefingers, sowie ein Bruch des Ringfingers der rechten Hand festgestellt. Die Behandlungszeit wird mit sechs Wochen angegeben. Hierüber berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO.

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