Fukushima aktuell: Geplanter Einsatz von Reinigungsroboter abgebrochen

Fukushima aktuell: Geplanter Einsatz von Reinigungsroboter abgebrochen

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Artikelbild - Fukushima-Reaktor 2: Ablagerungen auf künftiger Wegstrecke (Aufnahme vom 26. Januar 2017, Copyright by TEPCO)
Fukushima-Reaktor 2: Ablagerungen auf künftiger Wegstrecke (Aufnahme vom 26. Januar 2017, Copyright by TEPCO)

Der AKW-Betreiber TEPCO wollte vor dem Einsatz des Skorpion-Roboters besonders sicher gehen und so sollten am Kernkraftwerk Fukushima heute zunächst Vorarbeiten durchgeführt werden.

Weshalb dies jedoch nicht gelang, ist Thema der Fukushima News im Spreadnews Japan-Ticker vom 7. Februar 2017.

Unser heutiges Thema im Überblick:

  • Geplanter Einsatz von Reinigungsroboter abgebrochen
Geplanter Einsatz von Reinigungsroboter abgebrochen

Nach der Entdeckung eines Lochs von zwei Metern Durchmesser auf dem Laufrost des Sicherheitsbehälters von Reaktor 2, will der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi vor dem geplanten Einsatz eines Untersuchungsroboters zunächst andere Schritte treffen.

So wurde für heute der Einsatz eines Reinigungsroboters angekündigt. Das 30 Zentimeter lange Gerät verfügt über Wasserdüsen mit einer Leistung von 7,5 Megapascal und soll Ablagerungen auf der künftigen Strecke des Untersuchungsroboters entfernen.

Material das nicht unmittelbar durch den Wasserdruck fortgespült wird, sollte durch eine Art Schneepflug beiseite geschafft werden. Der Weg wird dabei unmittelbar unterhalb des Druckbehälters entlangführen.

Doch zum geplanten Einsatz kam es nicht.

Wie die Betreiberfirma TEPCO berichtet, wurde das Führungsrohr für den Roboter wie geplant angebracht und auch die sonstigen Vorbereitungen für den Einsatz verliefen zunächst störungsfrei.

Dann mussten die Arbeiten jedoch ausgesetzt werden, da es nicht gelang, die Hydraulikpumpe des Gebläses zu starten. Aus Sicherheitsgründen werde man zunächst die genauen Umstände untersuchen, bevor ein neuer Anlauf erfolge.

Eine für heute geplante Pressekonferenz sagte TEPCO aufgrund des Rückschlags ab.

Ursache des Zwischenfalls

In einer Aktualisierung der vorangegangenen Meldung erklärt das Unternehmen, offenbar sei ein Schaden am Pumpengehäuse für den Stopp verantwortlich, da die eigentliche Reinigungsvorrichtung problemlos funktioniere.

TEPCO kündigte an, die Arbeiten morgen zunächst nicht fortsetzen zu wollen, sondern stattdessen das Pumpengehäuse auswechseln zu wollen, bevor man so bald wie möglich die Reinigungsarbeiten fortführen will.

Neben TEPCO berichteten auch jiji, NHK und Präfekturmedien über die geplante Maßnahme.

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