Start Aktuelles Fukushima aktuell: Gericht fällt umstrittene Entschädigungsentscheidung

Fukushima aktuell: Gericht fällt umstrittene Entschädigungsentscheidung

Kläger und Beklagte wollen gleichermaßen gegen das Urteil vorgehen

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Artikelbild - Yen Geldscheine (Foto: pd)
Schlichtung zwischen dem Betreiber des Fukushima Daiichi und Evakuierten gescheitert (Symbolfoto: pd)

Nicht immer ist „Recht“ gleichbedeutend mit „Gerechtigkeit“ – dieser Eindruck dürfte einige der früheren Bewohner der Präfektur Fukushima heute beschleichen, wenn sie von einem aktuellen Gerichtsurteil erfahren.

Diese und weitere Fukushima News, die sich erneut mit dem Tod eines AKW-Arbeiters befassen, finden sich nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 27. Oktober 2017.

Unsere heutigen Themen zum Wochenende:

  • Entschädigungsanspruch in zweiter Instanz fast halbiert
  • Neue Information zum Tod des AKW-Arbeiters
Entschädigungsanspruch in zweiter Instanz fast halbiert

Fünf Männer und ihre Familien, die im Zuge der Fukushima-Krise nach Kyoto evakuierten, ihre Anstellungen verloren und aufgrund von Depressionen auch  arbeitsunfähig wurden, erlebten vor einem Gericht in Osaka einen harten Rückschlag.

Zwar sah das Gericht einen Zusammenhang zwischen AKW-Krise und Depression als erwiesen an, jedoch liegt die zugesprochene Entschädigungssumme von 16,15 Millionen Yen fast die Hälfte niedriger als die 30,4 Millionen, die in erster Instanz zugesprochen wurden.

Sowohl die Kläger, als auch der Kraftwerksbetreiber kündigten an, in Revision gehen zu wollen. Das berichteten Präfekturmedien.

Neue Information zum Tod des AKW-Arbeiters

Gestern berichteten wir über den Tod eines Angestellten, bei dem zunächst ein schlechter Allgemeinzustand festgestellt und dann der Abtransport mit einem Rettungshubschrauber veranlasst worden war, bevor er in der Klinik verstarb.

Heute machte der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi weitere Angaben. So erklärte er in einem knappen Satz, der Tod sei nicht auf die Arbeit auf dem Kraftwerksgelände zurückzuführen. Es sei somit keine berufsbezogene Erkrankung gewesen.