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Fukushima aktuell: Gericht lehnt Klage von US-Soldaten ab

Teilnehmer der "Operation Tomodachi" fordern Unterstützung nach Fukushima-Einsatz

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Artikelbild - Dekontamination eines Flugdecks des Flugzeuträgers USS Ronald Reagan durch US-Soldaten (Foto: pd)
Nach der Operation Tomodachi: Dekontamination eines Flugdecks des Flugzeugträgers USS Ronald Reagan durch US-Soldaten (Foto: pd)

Für einige US-Soldaten hat ihr Hilfseinsatz an der Küste der Präfektur Fukushima heute nach eigenen Angaben immer noch gesundheitliche Folgen – auf einen finanziellen Ausgleich müssen die Betroffenen aber noch warten.

Die entsprechenden Hintergründe, sowie weitere Fukushima News, gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 12. Januar 2018.

Unsere heutigen Themen zum Wochenende:

  • Gericht lehnt Klage von US-Soldaten nach Fukushima-Einsatz ab
  • Verdächtige nach Einbruchsserie in Sperrgebietsgemeinde gefasst
  • Deutscher Radiosender reagiert auf Rassismus-Vorwürfe
Gericht lehnt Klage von US-Soldaten nach Fukushima-Einsatz ab

Ein Gericht in den USA hat die Klage von 157 Beteiligten der Hilfsaktion „Operation Tomodachi“ gegen das japanische Energieunternehmen TEPCO abgelehnt. Die Soldaten hatten gesundheitliche Probleme auf radioaktive Kontamination zurückgeführt.

Die Kläger hatten vor dem Gericht in Kalifornien mindestens fünf Milliarden US-Dollar als Zahlung in einen  Gesundheitsfonds zur Deckung der Behandlungskosten eingefordert. Der Richter berief sich auf mangelnde Zuständigkeit und Befugnis in solch einem Fall.

Nach Angaben von TEPCO erfolgte die Ablehnung der Klage vom August 2017 bereits am vergangenen Freitag. Das Unternehmen will künftige Schritte der Kläger jedoch weiterhin beobachten, da ihnen weitere juristische Wege offen stehen.

Eine ähnliche Klage, die bereits vor sechs Jahren eingereicht worden war, befindet sich immer noch in der Schwebe. Über den aktuellen Fall berichtete die NHK.

Verdächtige nach Einbruchsserie in Sperrgebietsgemeinde gefasst

Die Polizei Futaba nahm am gestrigen Donnerstag zwei Personen aus Iwaki fest. Sie werden des Einbruchsdiebstahls verdächtigt. Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich um den Angestellten eines Abrissunternehmens, sowie einen Arbeitslosen.

Die Festnahme erfolgte, nachdem es zwischen dem 10. und 17. Dezember letzten Jahres zu Einbrüchen in leerstehende Gebäude der Gemeinde Tomioka gekommen war. Die Bewohner waren im Zuge der AKW-Krise geflohen.

Die beiden Gefassten sollen Bargeld in Höhe von 2.000 Yen und Kameras im Wert von 170.000 Yen gestohlen haben. Da es in der Ortschaft bereits mehrfach solche Delikte gab, wird nun geprüft, ob ein Zusammenhang zwischen den Taten besteht.

Über die Festnahme der Männer Anfang 20 berichteten Präfekturmedien.

Deutscher Radiosender reagiert auf Rassismus-Vorwürfe

Der deutsche Radiosender „Planet Radio“ hat offenbar in einer ersten Maßnahme auf die Beschwerden von Auslandsjapanern reagiert und zumindest auf ihrer Webseite den Text zu einer umstrittenen Sendung angepasst.

Stein des Anstoßes war das angekündigte Gewinnspiel „Mister Mushikawas Ding-Dong“. Kritiker hatten sich darüber beschwert, dass bereits beim Werbespot asiatische Stereotypen in unangemessener Weise zum Einsatz kommen würden (Spreadnews berichtete).

So wurde in der Ankündigung auf der Webseite ein Hinweis auf die japanische Herkunft der Kunstfigur „Mister Mushikawa“ entfernt.

Hieß es dort zuvor noch „der aus tokio stammende hoteldirektor mr. mushikawa übernimmt planet radio!“ findet sich dort nun die Formulierung ohne den Verweis auf die japanische Hauptstadt. Es ist nunmehr von „der hoteldirektor mr. mushikawa“ die Rede,

Zu den Kritikern zählten auch Personen die befürchteten, im Laufe der Sendung könnten weitere Geschmacklosigkeiten, etwa ein Bezug auf die Fukushima-Katastrophe eingebracht werden.

Zumindest am Start des Programms, das am Montag auf Sendung gehen soll, will der Sender aber offenbar festhalten.

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