Start Aktuelles Fukushima aktuell: Gestartete Tunnelauffüllung birgt höhere Risiken für Arbeiter

Fukushima aktuell: Gestartete Tunnelauffüllung birgt höhere Risiken für Arbeiter

1670
0
TEILEN
Artikelbild - AKW Fukushima: Situation an Füllpunkt C am 25. November 2014 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Situation an Füllstelle von Schacht C am 25. November 2014 (Foto: TEPCO)

TEPCO meldete vom AKW Fukushima heute den Beginn der Tunnelauffüllung als Maßnahme zur Bekämpfung radioaktiver Abwässer und damit einen weiteren Schritt zur Kontrolle dieses bislang ungelösten Problems. Details der Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 25. November 2014.

Unsere heutigen Themen:

  • Tunnelauffüllung am AKW  begonnen

Tunnelauffüllung am AKW  begonnen: Am heutigen Dienstag begann der Kraftwerksbetreiber TEPCO gegen 9:28 Uhr mit Auffüllungsarbeiten an einem unterirdischen Tunnel, der auf der Küstenseite von Reaktor 2 verläuft. Nach Angaben des Unternehmens waren die ersten Arbeiten gegen 11:53 Uhr abgeschlossen.

Im Verlauf der Maßnahme wurden 80 Kubikmeter eines Spezialbetons eingeleitet, der auch unter Wasser eingesetzt werden kann. Da TEPCO im Zusammenhang mit der Einspeisung einen Anstieg des Wasserpegels im Tunnel erwartet, wurde als Sicherheitsmaßnahme der Bereich um die Arbeiten für Fahrzeuge gesperrt. Wie TEPCO später mitteilte, kam es nicht zum Überlaufen des  verdrängten Wassers.

Für den Rest der Woche ist offenbar eine weitere Einspeisung von 150 Kubikmeter pro Tag vorgesehen. Das Unternehmen gab zudem bekannt, man werde die erst vor wenigen Tagen genehmigten Arbeiten an diesem Tunnel einen Monat lang fortführen und dann die Maßnahme aussetzen, um die bis zu diesem Zeitpunkt erreichte Effektivität zu beurteilen.

Sofern die Effektivitätsprüfung keine Auffälligkeiten ergibt und auch die Arbeiten an einem Tunnel in der Nähe von Reaktor 3 erfolgreich verlaufen, sollen die Auffüllungsarbeiten bis März kommenden Jahres abgeschlossen sein.

Langfristig wird allerdings erwartet, dass die Strahlungsbelastung der Beschäftigten im Rahmen der neuen Tunnelauffüllung höher ausfallen wird, als bei den bislang eingesetzten Methoden. Über den Beginn der Tunnelauffüllungsarbeiten berichtete neben Kraftwerksbetreiber TEPCO auch Kyodo und NHK.

Die von den Medien erwähnten Gesundheitsrisiken, dürften auf den Anstieg des radioaktiven Wasserpegels bei der Zuschüttung und die Abpumpungsarbeiten zurückzuführen sein. Es wäre nicht das erste Mal, dass kontaminierte Abwässer die Angestellten gefährden.

In der Vergangenheit musste mindestens ein Grundwassermessposten aufgrund der dort gestiegenen Umgebungsradioaktivität aufgegeben werden. Bereits die Einlagerung von Wasser in Stahltanks  gefährdet die Kraftwerksarbeiter, aufgrund der dabei entstehenden Bremsstrahlung.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here