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Fukushima aktuell: Grundwasserverklappung nach technischem Problem fortgesetzt

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Artikelbild - AKW Fukushima: Verlauf des Grundwasserumleitungsprojekts am 21. Mai 2014 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Grundwasserumleitungen laufen weiter (Foto: TEPCO)

Nach einem gestern aufgetretenen Problem bei der Verklappung, wurden die Arbeiten fortgesetzt. Auch am Abklingbecken von Reaktor 5 war es zu einem Zwischenfall gekommen, den TEPCO nun ergänzend kommentiert. Die Fukushima News befassen sich jedoch auch mit dem Problem der Dekontamination – im Spreadnews Japan-Ticker vom 21. Juli 2014.

Unsere Themen zum Wochenbeginn:

  • Verklappung nach technischem Problem fortgesetzt
  • Stabiler Zustand an Abklingbecken von Reaktor 5
  • Dekontaminationsabfälle öffentlich gelagert

Verklappung nach technischem Problem fortgesetzt: Der Betreiber des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi, setzte um 18:33 Uhr die gestoppte Einleitung von Grundwasser in den Pazifik fort.

Die Verklappung war aufgrund eines Fehlers an einem Durchflussmesser abgebrochen worden . Bei der jetzt durchgeführten Maßnahme wurden 1.820 Tonnen Wasser in den Pazifischen Ozean eingeleitet. Nach Angaben von TEPCO traten keine weiteren Probleme auf.

Auch wenn die Effektivität der Grundwasserumleitung noch nicht bestätigt ist, wird sie als Möglichkeit angesehen, die Menge an täglich anfallenden radioaktiv kontaminierten Abwässern zu verringern, indem das Grundwasser umgeleitet, analysiert und verklappt wird, bevor es durch radioaktives Material belastet werden kann.

Stabiler Zustand an Abklingbecken von Reaktor 5: Wie Kraftwerksbetreiber TEPCO mitteilte, sind seit der Entfernung des ausgetretenen Wassers, keine weiteren Probleme am Kühlsystem aufgetreten. Die Wassertemperatur liege mit 25,4 Grad im Normalbereich.

Fukushima-Reaktor 5: Ausgetretenes Wasser des Kühlsystems am 19. Juli 2014 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 5: Ausgetretenes Wasser des Kühlsystems am 19. Juli 2014 (Foto: TEPCO)

Das Unternehmen hatte nach dem ungeplanten Austritt von Wasser aus dem Abklingbecken-Kühlsystem am Samstag die Zahl der Kontrollgänge erhöht.

Insgesamt sollen bei dem Zwischenfall vom Wochenende  etwa 60 Liter Wasser ausgetreten sein.

Das Kühlsystem des Abklingbeckens ist seit einem Schaden am 6. Juli außer Betrieb, da nun Arbeiten durchgeführt werden, die noch bis Monatsende dauern sollen.

Dekontaminationsabfälle öffentlich gelagert: Wie eine am Sonntag veröffentlichte Studie zeigt, sind mit Stand vom März, etwa 980.000 Kubikmeter an kontaminierten Erdreich und Abfällen vorübergehend an Stellen der Präfektur gelagert, die keine offiziellen Zwischenlager darstellen.

Insgesamt werden in der Präfektur Fukushima an 53.057 Orten derartige Dekontaminationsabfälle gelagert. Hierzu zählen neben Privatgrundstücken auch Parks sowie Schulgelände. Etwa 50.000 dieser Plätze sind Gärten, dort werden etwa 410.000 Kubikmeter kontaminierten Erdreichs eingelagert.

Bei den übrigen etwa 3.000 Standorten handelt es sich um Schulhöfe und öffentliche Parks. Dort werden etwa 570.000 Kubikmeter vorübergehend, zumeist in Säcken gelagert. Das Material soll eigentlich in Übergangslager abtransportiert werden – diese existieren derzeit jedoch nicht einmal.

Die Verwaltungen der Ortschaften Futaba und Okuma, die von der Regierung als potentielle Zwischenlagerstandorte gehandelt werden, leisten jedoch Widerstand, so dass mit weiteren Verzögerungen zu rechnen ist. Das berichten Präfekturmedien.

Wie lange diese behelfsmäßige Lagerung andauert, wird unter anderem durch eine Meldung von Ushio Fujita, Produzent des Lokalsenders „Fukushima Central Television“ (FTC) verdeutlicht. Dieser hatte am 22. April getwittert, dass bei Betonbehältern mit kontaminiertem Erdreich in seinem Wohnort Koriyama bereits Pflanzen durch die Plastikfolie dringen, die darüber gespannt sind.

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