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Fukushima aktuell: Grundwasserverklappung weiterhin erfolglos

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Artikelbild - AKW Fukushima: Laufende Grundwasserverklappung am 21. Mai 2014 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Laufende Grundwasserverklappung am 21. Mai 2014 (Foto: TEPCO)

Kurz vor dem Wochenende musste der Betreiber des AKW Fukushima, heute einen weiteren Rückschlag melden. Ein Projekt, das als Entlastungsmaßnahme gedacht war, führt zu neuen Schwierigkeiten. Weitere Fukushima News befassen sich mit einem Generator, sowie dem Gesundheitszustand eines Arbeiters. Diese Meldungen nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 25. Juli 2014.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • Grundwasserumleitung weiterhin kaum effektiv
  • Rauch an Generator nahe unterirdischem Lagertank
  • Fukushima-Arbeiter mit Gesundheitsproblemen abtransportiert

Grundwasserumleitung weiterhin kaum effektiv: Am heutigen Freitag legte TEPCO einen Bericht über die bisherigen Ergebnisse der im April gestarteten Grundwasserumleitung und der seit Mai laufenden Verklappung in den Pazifik vor.

Doch das Unternehmen musste beim aktuellen Treffen erneut einen Rückschlag melden. Anstatt wie erhofft eine Reduzierung von bislang 400 Tonnen um bis zu 100 Tonnen zu erreichen, sei an drei Grundwasserbrunnen, die zwischen 70 bis 150 Meter von den Reaktoren entfernt liegen, lediglich eine Pegelsenkung von maximal zehn Zentimetern aufgetreten.

Zuvor war bereits Ende Juni die Effektivität der Grundwasserumleitung in Zweifel gezogen worden, nachdem keine nachweisbar dauerhaften Effekte zu beobachten waren.

Nun sieht sich das Unternehmen dem Druck durch Fischereiverbände und Experten ausgesetzt, konkrete Daten vorzulegen. Der Verklappung in den Pazifik waren lange Verhandlungen mit den Fischereiverbänden der Präfektur Fukushima vorausgegangen.

Diese Fischer wollen nun Ergebnisse sehen, nachdem sie der Maßnahme, die sie als Risiko für den eigenen Fischfang verstehen, unter Sicherheitsauflagen zugestimmt hatten.

Der Kraftwerksbetreiber TEPCO macht unter anderem auch die Regenfälle für das mangelnde Sinken des Grundwasserstands verantwortlich und kündigte an, für Ende  März 2015 die Asphaltierung des Bodens in der Nähe der Brunnen durchführen zu wollen. Das berichtete die NHK.

Rauch an Generator nahe unterirdischem Lagertank: Am heutigen Freitag entdeckten Angestellte eines Partnerunternehmens gegen 8:50 Uhr einen rauchenden Generator, der auf dem Gelände des unterirdischen Wasserlagertanks Nr. 1 stand.

AKW Fukushima: Rauch verursachender Generator am 25. Juli 2014 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Rauch verursachender Generator am 25. Juli 2014 (Foto: TEPCO)

Nach dem sofortigen Einsatz von Feuerlöschgerät durch die Arbeiter vor Ort, wurde keine weitere Rauchentwicklung gemeldet.

Zur weiteren Klärung des Sachverhalts wurde um 9:26 Uhr die zuständige Feuerwehr Futaba über den Zwischenfall am Generator in Kenntnis gesetzt.

Diese stellte fest, dass neben dem auftretenden schwarzen Rauch keine weiteren Folgen an dem Gerät nachzuweisen waren und keine Gefahr mehr davon ausging.

So traten weder Schmieröl noch Treibstoff aus, so dass der Zwischenfall offiziell lediglich als rauchender Generator und nicht als Brandfall eingestuft wurde.

Fukushima-Arbeiter mit Gesundheitsproblemen abtransportiert: Nachdem ein Angestellter eines Partnerunternehmens gegen 11:00 Uhr über Unwohlsein geklagt hatte, wurde er zunächst im medizinischen Notfallzentrum betreut. Nachdem man dort zu dem Schluss gekommen war, dass die Einlieferung in eine Klinik notwendig sei, wurde um 11:57 Uhr ein Krankenwagen angefordert.

Der betroffene Kraftwerksarbeiter wurde um 13:32 Uhr zum Krankenhaus Fukushima abtransportiert. Wie TEPCO mitteilte, wurde keine radioaktive Kontamination am Körper festgestellt.

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