Fukushima aktuell: Hinweise auf Wasserlecks an Filteranlage

Fukushima aktuell: Hinweise auf Wasserlecks an Filteranlage

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Artikelbild - AKW Fukushima: Adsorptionsturm der ALPS-Anlage am 27. März 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Teil des ALPS im März 2013 (Foto: TEPCO)

Hinweise auf mögliche Wasserlecks und die Verhinderung künftiger Zwischenfälle beschäftigen den Betreiber des AKW Fukushima heute. Bereits am Wochenende hatte es erste Probleme gegeben.

Fukushima News zu den Einzelheiten und Informationen darüber, welche Maßnahmen man in Japan aktuell treffen will, gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 17. Oktober 2016.

Unsere Themen zum Wochenbeginn:

  • Mehrfache Spuren von Wasserlecks an ALPS-Filteranlage
  • Verkürzung von Wasserleitung soll Leckgefahr reduzieren
Mehrfache Spuren von Wasserlecks an ALPS-Filteranlage

Der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi meldet mehrere Spuren von Wasserlecks im Zusammenhang mit dem Multinuklid-Filtersystem ALPS. Dem Unternehmen zufolge begannen die Probleme bereits am Samstag

Am Samstag wurde gegen 11:13 Uhr das ALPS-System A gestoppt. Angestellte entdeckten dort eine kleine Wasserpfütze von 3 cm x 4 cm. Das Wasser tropfte mit einer Geschwindigkeit von einem Tropfen pro Minute aus dem Isolationsmaterial einer Leitung.

Das betroffene Teilstück führt vom Querstromfilter zu einem Behälter. Bei dem ausgetretenen Wasser handele es sich um Wasser mit hohem Strontiumanteil.

Am heutigen Montag wurde an den Adsorptionstürmen der ALPS-System A erneut der Stopp veranlasst, nachdem dort gegen 16:20 Uhr zwei neue Wasserlachen von etwa 20 cm x 10 cm entdeckt wurden

An beiden Stellen fand der Austritt mit einer Geschwindigkeit von einem Tropfen in 20 Sekunden statt und erfolgte aus dem Isolationsmaterial einer Leitung.

Das Gebäude der ALPS-Anlage befindet sich in einem Bereich der durch Betonbarrieren als Dämme gesichert ist, so dass nach Unternehmensangaben kein radioaktiv belastetes Wasser in die Umwelt gelangte.

Bislang wurden lediglich die Leitung freigelegt und die Sicherung angeordnet. Offenbar gibt es aber nur eine Leckstelle dort. Das Unternehmen plane nun Maßnahmen, um den Wasseraustritt zu unterbinden. Das berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO

Verkürzung von Wasserleitung soll Leckgefahr reduzieren

Wie bereits zuvor angekündigt, hat TEPCO eine deutliche Maßnahme zur Reduzierung der Gefahr von Wasserlecks an Rohren des Kühlkreislaufs von Reaktor 3 getroffen und will nun die Funktionsfähigkeit der neuen Maßnahme treffen.

Das Unternehmen hat die Länge der verwendeten Leitungen von zuvor drei Kilometer auf 800 Meter verkürzt und so das Risiko unentdeckter Leckstellen verringert. Ein mehrtägiger Testlauf soll in Kürze beginnen und bis Ende des Monats in 24h-Vollbetrieb übergehen.

Zur Kühlung der teilgeschmolzenen Brennelemente in den Reaktoren 1 bis 4 werden täglich etwa vier Tonnen Wasser pro Stunde hereingepumpt.

Das kontaminierte Wasser wird dann aus den Untergeschossen abgepumpt und einer Entsalzung und ersten Feststofffilterung unterzogen. Es folgt die Weiterleitung in eine Cäsiumfilteranlage und schließlich in einen Lagertank zur Analyse.

Unter anderem durch die Errichtung einer Entsalzungsanlage im Bereich von Reaktor 4, konnte die dafür bislang benötigte Strecke von drei Kilometern um 2.200 Meter verkürzt und somit auf 800 Meter reduziert werden.

TEPCO will nach eigenen Angaben durch die Maßnahme die Überwachung der Wasseraufbereitung verbessern. Das berichteten Präfekturmedien.

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