Start Aktuelles Fukushima aktuell: Höchste Rate von Suiziden mit Katastrophenbezug

Fukushima aktuell: Höchste Rate von Suiziden mit Katastrophenbezug

Fukushima ist unter den drei "Katastrophenpräfekturen" der Region Tohoku führend

602
0
TEILEN
Artikelbild - Übergangshaussiedlung (Foto: Copyright by Andreas Teichert, DTRG e.V.)
Übergangshäuser für Evakuierte in der Präfektur Miyagi (Foto: Copyright by Andreas Teichert/DTRG e.V.)

Die psychologischen Folgen der Tohoku-Katastrophen und der AKW-Krise sorgen in Fukushima heute für Schlagzeilen und führen dabei zu einem traurigen Fazit. Einzelheiten zu den neusten Fukushima News gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 7. Juni 2018.

Fukushima weist höchste Suizidrate bei Tohoku-Überlebenden auf

Angaben des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales (MHLW) liegt die Zahl der Selbsttötungen mit Bezug zum Großbeben und Tsunami vom März 2011 mit deutlichem Abstand vor den anderen beiden betroffenen Präfekturen der Region Tohoku.

Den gestern gemeldeten Zahlen zufolge, stieg bis Ende April die Zahl der Suizide mit Katastrophenbezug in der Präfektur Fukushima auf 101 Personen.

Im Vergleich dazu meldete die Präfektur Miyagi im gleichen Zeitraum lediglich 54 Selbsttötungen und die Verwaltung der Präfektur Iwate insgesamt 49 Suizide, bei denen ein Zusammenhang mit den Ereignissen vom März 2011 festgestellt werden könnten

Lag Fukushima zu Beginn der Krise noch am untersten Ende der Selbsttötungen, kam es ab 2012 zu einem Anstieg – ein Trend der lediglich 2016 kurz einbrach.

Dieser statistische Anstieg ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der Evakuierungsstatus vieler Menschen aufgrund der AKW-Katastrophe länger andauert, als in den Nachbarpräfekturen.

Als Basis für die aktuellen Zahlen dienten Todesfälle die in Evakuierungszentren oder Übergangshäusern für die Geflohenen auftraten und bei denen Motive für die Selbsttötung auf einen Zusammenhang mit den Tohoku-Katastrophen hindeuten.

Über die Entwicklung berichteten Präfekturmedien.