Fukushima aktuell: Hohe Radioaktivität verzögert Bergungsarbeiten

Fukushima aktuell: Hohe Radioaktivität verzögert Bergungsarbeiten

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Artikelbild - Fukushima-Reaktor 3: Anlieferung der Gerüstbasis am 20. Dezember 2016 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 3: Anlieferung der Gerüstbasis am 20. Dezember 2016 (Foto: TEPCO)

Einen Tag vor dem christlichen Weihnachtsfest und dem Beginn des jüdischen Lichterfests Chanukka sind aus Fukushima heute Rückschläge bei den AKW-Arbeiten zu hören.

Doch wie am heutigen Geburtstag des Tenno zu hören ist, dürfte es laut den aktuellen Fukushima News, zumindest nicht an weihnachtlichem Winterwetter mangeln. Die Details gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 23. Dezember 2016.

Unsere Themen zum weihnachtlichen Wochenende:

  • Erneute Verzögerung bei Brennelementebergung
  • Wetterwarnungen für Fukushima
Erneute Verzögerung bei Brennelementebergung

Erst vor drei Tagen hatte TEPCO die ersten Vorbereitungen zur künftigen Brennelementebergung aus Reaktor 3 präsentiert – jetzt gab das Unternehmen eine erneute Verzögerung der Arbeiten bekannt.

Bislang war geplant, die 566 abgebrannten Brennelemente im Januar 2018 zu bergen, nachdem der ursprüngliche Plan für das Fiskaljahr 2015 wegen hoher Strahlungswerte am und im Gebäude von Reaktor 3 verschoben war.

Gestern wurde japanischen Medien dann bekannt, dass es erneut zu einer Verzögerung kommen wird – und offenbar ist weiterhin die hohe Radioaktivität vor Ort der Grund dafür.

Die Dekontaminationsmaßnahmen durch Entfernung von verblieben Trümmern dauern demnach länger als zunächst geplant. Offenbar hatte man den Umfang der radioaktiven Kontamination falsch eingeschätzt.

Ein neuer Zeitplan für die Arbeiten an Reaktor 3 soll jetzt in einigen Wochen vorgelegt werden. Für die Reaktoren 1 und 2 ist eine Bergung frühestens ab dem Fiskaljahr 2020 geplant. Das berichtet die Asahi Shimbun.

Wetterwarnung für Fukushima

Die japanische Wetterbehörde warnt vor starken Winden im Nordosten Japans und Winterstürmen, die sich in Form von schweren Schneefällen und starkem Seegang zeigen könnten. Das von den Kurilen kommende Tiefdruckgebiet soll die Präfektur morgen erreichen.

Die Behörde geht davon aus, dass dort mit Schneefällen bis zu 30 Zentimetern zu rechnen sei.

Andererseits meldet die Wetterstation in Shinchi mit 18,7 Grad Celsius die bislang höchste Dezembertemperatur der Region seit Beginn der Aufzeichnungen. Über Warnungen und Wetterlage berichteten auch Präfekturmedien.

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