Fukushima aktuell: Hoher Tritiumwert an Grundwasserpumpe

Fukushima aktuell: Hoher Tritiumwert an Grundwasserpumpe

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Artikelbild - AKW Fukushima: Eine Pumpe des Grundwasserumleitungsprojekts am 9. April 2014 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Hoher Tritiumwert an Grundwasserpumpe nachgewiesen (Pumpenfoto: TEPCO)

Anlässlich des Taifuns warnt der Betreiber des AKW Fukushima heute davor, möglicherweise herabhängende Überlandleitungen zu berühren. Tatsächlich zeigen die Fukushima News aber, dass das Unternehmen noch ganz andere Probleme zu bewältigen hat. Einzelheiten nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 16. Juli 2015.

Unsere heutigen Themen:

  • Hoher Tritiumwert an Grundwasserpumpe
  • Weiterführung von Schutzmanteldemontage angekündigt
  • Tenno besucht Präfektur Fukushima
  • Grundwasserverklappung durchgeführt

Hoher Tritiumwert an Grundwasserpumpe: Kraftwerksbetreiber TEPCO meldet, dass an einer der 12 Pumpen für die Grundwasserumleitung, ein Tritiumwert von 2.000 Becquerel pro Liter nachgewiesen wurden.

Der erneute Anstieg stellt den bislang höchsten Tritiumwert der Pumpe des Grundwasserumleitungssystems dar.

Die Pumpe war bereits Ende Juni gestoppt worden, nachdem der zulässige Wert von 1.500 Becquerel pro Liter überschritten wurde. Die aktuelle Probe stammt vom Montag.

Das Betreiberunternehmen erklärte, man untersuche die genauen Umstände. An den übrigen Pumpen gab es keine Abweichungen. Neben TEPCO berichteten am heutigen Donnerstag auch Präfekturmedien über den Fund.

Die Grundwasserumleitung dient dazu, aus den Bergen fließendes Grundwasser in einen Tank umzuleiten, bevor es das Kraftwerksgelände von Fukushima Daiichi erreicht.

Nach einer Analyse wird das Wasser dann in den Pazifik verklappt. Die regelmäßig durchgeführte Maßnahme soll den Grundwasserpegel kontrollieren und das Anfallen weiterer radioaktiver Abwässer verringern.

Weiterführung von Schutzmanteldemontage angekündigt: Wie Kraftwerksbetreiber TEPCO mitteilte, will man im weiteren Verlauf des Monats die Entfernung des Schutzmantels an Reaktor 1 wieder aufnehmen.

Neben Bedenken der Bevölkerung vor einer möglichen Kontamination der Umgebung, verzögerten auch technische Probleme die Durchführung der Maßnahme.

Der zuletzt für Mai geplante Beginn der Arbeiten wurde aufgrund von Schwierigkeiten an einem Gerät, dass für den Luftstrom im Gebäude verantwortlich ist, erneut ausgesetzt.

TEPCO gab nun bekannt, am 28. Juli mit der Entfernung des Schutzmantels am Gebäude von Reaktor 1 beginnen zu wollen, sofern die Wetterbedingungen dies erlauben.

Sofern alles nach Plan verläuft sollen die sechs Deckenpaneele des Schutzmantels in einem Zeitraum von vier Monaten entfernt werden. Das berichtete die NHK.

Der aus Einzelteilen bestehende Schutzmantel war nach der Fukushima-Katastrophe errichtet worden, um den Reaktor vor Umwelteinflüssen zu schützen und die Freisetzung von radioaktivem Material einzudämmen.

Tenno besucht Präfektur Fukushima: Am heutigen Donnerstag besuchten der Tenno und seine Gemahlin die Präfektur Fukushima im Shinkansen-Schnellzug.

Bei der privaten Reise wurden sie neben begeisterten Bürgern auch von den Regenfällen des nahenden Taifuns empfangen.

Das kaiserliche Paar wollte sich einen Eindruck vom Wiederaufbau der Region verschaffen und besuchten Pfirsichbauern, sowie einen Wohnkomplex.

Nach der Abreise in die Präfektur Tochigi werde man weitere Zeit in der Kaiserlichen Villa in Nasu verbringen. Über den Besuch berichteten Präfekturmedien.

Grundwasserverklappung durchgeführt: Da die jüngsten Berichte über hohe Tritiumwerte lediglich eine der 12 Pumpen betreffen (s.o.), wurden die Arbeiten wie geplant weitergeführt.

Bei der heutigen Verklappung von 1.239 Tonnen von Wasser aus den Bergen wurde nach Betreiberangaben keine Auffälligkeiten festgestellt.

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