Fukushima aktuell: Hoher Tritiumwert in Wasserprobe nachgewiesen

Fukushima aktuell: Hoher Tritiumwert in Wasserprobe nachgewiesen

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Artikelbild - AKW Fukushima: Labor in dem Grundwasseranalysen durchgeführt werden (Foto: TEPCO)
TEPCO-Labor für Grundwasseranalysen (Symbolfoto: TEPCO)

TEPCO veröffentliche vom AKW Fukushima heute zwar Aufnahmen einer Katastrophenschutzübung, musste zugleich aber erneut Probleme mit Grundwassermesswerten einräumen. Weitere Fukushima News zu dem, was sonst noch geschah, jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 18. März 2015.

Unsere heutigen Themen:

  • Hohe Tritiumwerte bei Wasserprobe im Lagertankbereich H6
  • Katastrophenschutzübung am AKW Fukushima
  • Satirezeitschrift Charlie Hebdo karikiert Fukushima-Folgen
  • Standardverklappung problemlos durchgeführt

Hohe Tritiumwerte bei Wasserprobe im Lagertankbereich H6: Bei einer gestern entnommenen Grundwasserprobe am Messposten G-1 wurde eine hohe Konzentration von radioaktivem Tritium nachgewiesen.

Die Probe wies eine Belastung von 3.400 Becquerel pro Liter auf, was im Vergleich zur letzten Probe vom 10. März einen deutlichen Anstieg bedeutet. Damals war dort lediglich eine Konzentration von 200 Becquerel pro Liter festgestellt worden.

Nach Angaben des Kraftwerksbetreibers wolle man nun eine weitere Probe entnehmen und analysieren. Die übrigen Werte des Messpostens wiesen keine nennenswerten Abweichungen zu vorangegangenen Kontrollen auf.

Katastrophenschutzübung am AKW Fukushima: Während in Sendai die UN-Konferenz zum Thema Katastrophenschutz tagt, fand am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi eine entsprechende Übung statt.

Das Betreiberunternehmen TEPCO veröffentlichte hierzu Video- und Bildmaterial. Auf diesen werden die Übungen zur Bergung verletzter Personen, sowie Feuerlöschmaßnahmen im Brandfall gezeigt.

Satirezeitschrift Charlie Hebdo karikiert Fukushima-Folgen: In der am Mittwoch veröffentlichten Ausgabe des französischen Satiremagazins findet sich auch eine Zeichnung, welche die Verharmlosung von Folgen der Fukushima-Katastrophe aufs Korn nimmt.

 Das Motiv zeigt die riesigen Fußabdrücke eines Vogels, was offenbar eine Folge der Strahlung sein soll. Zwei Männer in Schutzanzügen vermuten, es handele sich um die erste Schwalbe des Jahres, während im Hintergrund dunkler Rauch vom AKW aufsteigt.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Fukushima-Katastrophe in Frankreich humoristisch angegangen wird, denn bereits im Jahr 2013 hatte das Magazin „Le Canard Enchaîné“ das Thema ebenfalls aufgegriffen.

Zunächst gab es keine offiziellen Stellungnahmen aus Japan. Über die aktuelle Karikatur berichteten jiji und Kyodo.

Standardverklappung problemlos durchgeführt: Eine am Mittwoch zwischen 10:16 Uhr und 15:51 Uhr durchgeführte Verklappung von sauberem Grundwasser aus den Bergen, verlief abermals erfolgreich.

Die Maßnahme, bei der aus den Bergen strömendes Grundwasser umgeleitet wird, bevor es das Kraftwerksgelände erreicht und nach einer Analyse eine Einleitung ins Meer erfolgt, wird regelmäßig durchgeführt. 

TEPCO erklärte, auch diesmal sei die Verklappung problemlos verlaufen. Eine Gesamtmenge von 1.395 Tonnen wurde in den Pazifik eingeleitet.

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