Start Aktuelles Fukushima aktuell: IAEA sagt weitere Hilfe bei Krisenbewältigung zu

Fukushima aktuell: IAEA sagt weitere Hilfe bei Krisenbewältigung zu

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Artikelbild - IAEA-Hauptsitz in Wien (Foto: pd)
IAEA legt Abschlussbericht zur Fukushima-Katastrophe vor (Foto: pd)

Während praktisch weltweit Karneval gefeiert wird, sind in den japanischen Medien die Tohoku-Naturkatastrophen und die Krise am AKW  Fukushima heute Teil des ausführlichen Rückblicks. In die Zukunft gerichtet ist dagegen die anlässlich des nahenden dritten Jahrestags gemachte Zusage weiterer Unterstützung durch die IAEA.

Diese und weitere Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 4. März 2014.

Unsere heutige Themen:

  • IAEA sagt weitere Unterstützung für Fukushima-Krise zu
  • TEPCO informiert über Brennelemente-Transfer
  • Auswertung inkorporierter Strahlung angestrebt

IAEA sagt weitere Unterstützung für Fukushima-Krise zu: Auf einem allgemeinen Treffen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA am gestrigen Montag erklärte der Generaldirektor Yukiya Amano, die Behörde werde Japan weiterhin bei der Bewältigung der Krise an der Kernkraftanlage in der Präfektur Fukushima helfen.

Die bisherigen Besuche auf dem Kraftwerksgelände hätten zwar gute Fortschritte bei Dekontaminationsarbeiten und Stilllegungsbestrebungen gezeigt, allerdings bleibe die Situation weiterhin sehr komplex und es müssten schwerwiegende Hindernisse, wie etwa die radioaktiv kontaminierten Wassermengen gelöst werden, um eine langfristige Sicherheit gewährleisten zu können.

Amano nutze die Gelegenheit auch, um sich auf den Zustand der weltweit eingesetzten Kernkraftwerke zu beziehen. Aufgrund des Alters der Anlagen – viele von ihnen sind seit mehr als 30 Jahren in Betrieben, gelte es auch dort, wachsam zu sein. Dies berichtete die jiji.

TEPCO informiert über Brennelemente-Transfer: TEPCO hält interessierte Leser über die Entwicklungen bei der Bergung von Brennelementen aus dem Abklingbecken von Reaktor 4 weiter auf dem Laufenden. Mit Stand vom gestrigen Montag wurden bislang 418 der insgesamt 1533 Brennelemente geborgen und in ein alternatives Lagerbecken transportiert.

Vorbereitungen zum Gemeinschaftsbecken-Transfer am 29. November 2013 (Foto: TEPCO)
Vorbereitungen zum Gemeinschaftsbecken-Transfer am 29. November 2013 (Foto: TEPCO)

Damit sind bislang 396 der insgesamt 1.331 der bereits abgebrannten Brennelemente geborgen. Bei den ungenutzten Brennelementen liegt die Zahl bei 22 von insgesamt 202 Exemplaren.

Die Zahl der Transporte zwischen den beiden Becken beläuft sich derzeit auf 19 Fahrten. Das berichtet der Kraftwerksbetreiber in seinen gestrigen Zahlen.

In der Vergangenheit waren Aufnahmen veröffentlicht worden, auf denen Deformierungen und Risse auf den Brennelementen zu sehen sind (Spreadnews berichtete am 30. Januar 2014).

Allerdings gibt es bislang keine Berichte des Betreibers, in denen schwerwiegende Zwischenfälle berichtet werden.

Auswertung inkorporierter Strahlung angestrebt: In einer Zusammenarbeit mehrerer wissenschaftlicher Instanzen, wie etwa dem Nationalen Institut für Strahlungswissenschaften und der Universität Fukushima, soll die inkorporierte Belastung von Personen besser eingeschätzt werden.

Medizinische Universität Fukushima im Jahr 2008 (Foto: pd)
Medizinische Universität Fukushima (Foto: pd)

Bei der Untersuchung geht es vor allem um die Belastung mit radioaktivem Jod-131, dessen Bedeutung für die Belastung der Schilddrüse bekannt ist, jedoch bislang keine gesicherten  Daten zeitnah nach der Katastrophe vorlagen.  Nun will man die Ergebnisse von Schilddrüsentests, sowie späteren Inkorporationstests zwischen Juni und Juli 2011 nutzen.

Zusätzlich sollen jedoch die Ergebnisse von etwa 1.000 Personen, die auf Befragungen zu ihrem Verhalten während und nach der Krise antworteten, herangezogen werden.

Durch die Schaffung eines Konzepts, in dem die gemessenen Laborwerte mit den Erkenntnissen aus den Verhaltensbefragungen abgeglichen werden können, sowie künftige medizinische Kontrollen einbezogen werden, hoffen die Wissenschaftler die Zusammenhänge zwischen Strahlungsbelastung und Schilddrüsenkrebs besser beleuchten zu können. Darüber berichteten lokale Medien.

Bei den Befragungen geht es beispielsweise um Zeitpunkt und Dauer der Aufenthalte im Freien, sowie Ernährungsgewohnheiten – Faktoren, die bei der Aufnahme von radioaktivem Material von Bedeutung sind und eine bessere Einschätzung zur Inkorporation ermöglichen sollen.

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