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Fukushima aktuell: IAEA sieht Technikglauben als Katastrophenursache an

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Artikelbild - IAEA-Hauptsitz in Wien (Foto: pd)
IAEA legt Abschlussbericht zur Fukushima-Katastrophe vor (Foto: pd)

Die Naturkatastrophe war nur die eine Hälfte des Problems – so könnte man die Ansicht der IAEA zur Katastrophe von Fukushima heute zusammenfassen. Dass weiterhin Probleme bestehen, zeigen die Fukushima News im Spreadnews Japan-Ticker vom 11. Juni 2015.

Unsere heutigen Themen:

  • Erkenntnisse über AKW-Katastrophe sollen der IAEA zukommen
  • Störung an ALPS-Filtersystem
  • Regenzeit bringt Risiken mit sich

Erkenntnisse über AKW-Katastrophe sollen der IAEA zukommen: Bei einem gestrigen Treffen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, das in Wien hinter verschlossenen Türen stattfand, wurde ein ausführlicher Bericht zur Fukushima-Katastrophe besprochen.

Der Bericht wurde von 180 Experten aus 40 Ländern zusammengestellt und kommt zu dem Schluss, dass Japans übermäßiges Vertrauen in die Sicherheit der Kernkraftwerke dazu geführt habe, dass man auf die Katastrophe nicht vorbereitet gewesen sei.

Mitsuru Kitano, der als ständiger Vertreter Japans in Wien sprach, versicherte die Bereitwilligkeit, Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Katastrophe mit der Welt zu teilen.

Er informierte die Teilnehmer auch über die Maßnahmen der Regierung und betonte die Wichtigkeit, beim Teilen der Informationen unbedingte Transparenz zu wahren.

Kitano versprach zudem, man werde die Sicherheit der Atomkraftwerke des Landes gewährleisten.

Ein endgültiger Bericht soll bei der Generalversammlung im September vorgelegt werden. Die IAEA plant, aus diesem Bericht auch Sicherheitsmaßnahmen für Kernkraftwerke auf der ganzen Welt abzuleiten. Das berichtete die NHK.

Störung an ALPS-Filtersystem: Gestern kam es um 16:45 Uhr zum Stopp der Multinuklid-Filteranlage. Eine Kontrolle ergab keine Auffälligkeiten und auch Hinweise auf ein Leck fanden sich nicht.

Am selben Tag wurde außerdem an einem dortigen Verteiler ein elektrisches Problem durch einen Erdfehler gemeldet. Ob ein kausaler Zusammenhang zwischen beiden Ereignissen besteht, sei noch unklar, berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO.

Regenzeit bringt Risiken mit sich: Wie die japanische Wetterbehörde mitteilte, besteht in den Küstengebieten der Präfekturen Fukushima, Iwate und Ibaraki, im weiteren Verlauf das Risiko von Hochwasser.

Insbesondere die Bodenabsenkungen nach dem Tohoku-Großbeben 2011 stellen ein Risiko bei Springfluten und Hochwasser dar.

Gerade angesichts von Taifunen bitten die Verantwortlichen die Bürger der Region deshalb, die Wettervorhersagen zu beachten. Das berichten Präfekturmedien.

Anlässlich der begonnenen Regenzeit wurden bereits für Gebiete auf Japans südlichster Hauptinsel Kyushu mehrere Evakuierungsaufforderungen ausgegeben.

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