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Fukushima aktuell: IAEA und Präfektur verlängern Zusammenarbeit

Anhaltende Kooperation soll Wiederbelebung der Region fördern

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Artikelbild - IAEA-Hauptsitz in Wien (Foto: pd)
Kooperation zwischen IAEA und Präfektur Fukushima wird verlängert (Foto: AEA-Hauptsitz in Wien , pd)

Die aus der Präfektur Fukushima heute gemeldeten Entwicklungen machen deutlich, dass gerade große Probleme langfristiger Zusammenarbeit bedürfen. Beispiele hierfür sind sowohl Fukushima News über Drohnenprojekte, als auch über internationale Kooperation.

Die Einzelheiten und Hintergründe gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 13. Dezember 2017.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • IAEA und Präfektur Fukushima verlängern Zusammenarbeit
  • Forschung in Fukushima soll Lieferroboter ermöglichen
  • Olympia-PR mit regionalen Lebensmitteln für IOC-Mitglieder
IAEA und Präfektur Fukushima verlängern Zusammenarbeit

Die Internationale Atomenergie-Organisation IAEA und die Präfektur Fukushima werden die gemeinsame Zusammenarbeit bei der Wiederherstellung einer sauberen Umwelt nach dem Kraftwerksunglück, bis 2022 verlängern.

Andernfalls wäre die Kooperation in diesem Jahr ausgelaufen. Seit dem Dezember 2012 wurden 11 gemeinsame Projekte entwickelt, darunter Maßnahmen zur langfristigen Erfassung der Radioaktivität und zur Dekontamination.

Eine Anpassung der offiziellen Kooperationsvereinbarung soll noch in diesem Monat entsprechend geändert werden. In den kommenden fünf Jahren wollen IAEA und Präfektur die bisherigen Projekte ausbauen und neue integrieren.

Diese sollen langfristig sichere Transporte und kontrollierte Lagerung von kontaminierten Erdreich ebenso umfassen, wie die Einschätzung zur radioaktiven Belastung mit Cäsium bei Wildtieren und -pflanzen, oder die Aufklärung von Ursachen der Rekontamination.

Über diese Zukunftspläne berichteten Präfekturmedien.

Forschung in Fukushima soll Lieferroboter ermöglichen

Wie die japanische Post Tokyo gestern bekannt gab, will das Unternehmen im Bereich der Logistik  die Nutzung von autonom operierenden Robotern für Lieferdienste erproben. Andere Unternehmen, wie die 24h-Ladenkette Lawson beteiligen sich ebenfalls.

Für kommende Woche ist ein erster Probeeinsatz in Minamisoma (Präf. Fukushima) geplant. Dort soll die Bestellung und Lieferung zwischen Postamt, Lawson-Filiale und privaten Lieferadressen ausprobiert werden.

Der Roboter ist 1,09m groß, hat eine Länge von 1,33m und ist 75cm breit. Er weist eine Maximalgeschwindigkeit von 6 km/h auf und das 90 Kilogramm schwere Gefährt ist in der Lage, Lasten bis zu 100 Kilogramm zu transportieren.

Für den annähernden Rundumblick sorgt eine Kamera-Erfassung von 360 Grad. Über den offiziellen Beginn des Tests am 21. Dezember berichteten Präfekturmedien.

Hintergrund

Bereits in der Vergangenheit war eine Kooperation für die Verwendung von unbemannten Geräten für Lieferdienste beschlossen worden, was unter anderem auch zur Ankündigung der Tests von Lieferdrohnen in Minamisoma geführt hatte.

Mit der Unterstützung von Drohnenforschung auf einem gesonderten Gelände und die Kooperation mit relevanten Unternehmen, will die Präfektur Fukushima ein neues Image als innovativer Technologiestandort etablieren.

Olympia-PR mit regionalen Lebensmitteln für IOC-Mitglieder

Am gestrigen Dienstag nahmen Vertreter der Koordinationskomission für die Olympischen Spiele 2020 und weitere Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees an einem Dinner in Japans Haupstadt Tokyo Teil.

Anlässlich ihres Besuchs, bei dem sie sich einen Eindruck von den Vorbereitungen vor Ort machen wollten, wurden Speisen serviert, deren Zutaten aus den drei Präfekturen Fukushima, Iwate und Miyagi stammen, sowie dort produzierter Sake.

Der Vorsitzende des japanischen Organisationskomitees versicherte, man werde alles unternehmen, um die Spiele nicht nur für Sportfreunde auf der ganzen Welt, sondern auch für die Kinder in der früheren Katastrophenregion zum Erfolg zu machen.

Über große Worte und kulinarische Werbung berichtete die NHK.