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Fukushima aktuell: IAEA-Vertreter schlägt Verklappung radioaktiver Abwässer vor

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Artikelbild: Stahlbarriere an den Ableitungskanälen der Reaktoren 1 bis 4 am 28. September 2011 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Strahlungsanstieg in Entwässerungskanal zum Hafenbecken festgestellt (Symbolfoto: TEPCO)

Mit der Ansammlung von radioaktivem Grundwasser gibt es am AKW Fukushima heute noch das selbe Problem, wie es zu Beginn der Krise bestand. Da sollte es wenig verwundern, wenn auch erneut alte Lösungsansätze ins Spiel gebracht werden. Im aktuellen Fall geht es dabei um die Verklappung radioaktiver Abwässer.

Zumindest für jene, die sich für ihre Schäden durch die Kraftwerkskatastrophe einen finanziellen Ausgleich erhoffen, gibt es jedoch auch gute Nachrichten. Einzelheiten nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 4. Dezember 2013.

Unsere heutigen Themen:

  • IAEA-Vertreter nennt Verklappung radioaktiver Abwässer eine Option
  • Entschädigungszeitraum für Fukushima-Folgen um Jahre verlängert

IAEA-Vertreter nennt Verklappung radioaktiver Abwässer eine Option: Auf einer Pressekonferenz erklärte Juan Carlos Lentijo, Leiter eines Expertenteams der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, die Verklappung von gering radioaktiver Abwässer in das Meer sei eine Möglichkeit, die stetige Ansammlung besser handhaben zu können.

AKW Fukushima: Schlickzaun an den Ableitungskanälen der Reaktoren 1 bis 4 am 29. September 2011 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Schlickzaun an den Ableitungskanälen der Reaktoren 1 bis 4 am 29. September 2011 (Foto: TEPCO)

Nach Abschluss einer Mission in Japan, legte das Team nun einen vorläufigen Bericht vor, in dem Lentijo seine Anregung begründet. Beim kontrollierten Ablassen von Abwasser handele es sich um eine weltweit regelmäßig genutzte Maßnahme an Atomanlagen. Daher solle man dies auch als Option zur langfristigen Stabilisierung der Anlage in Erwägung ziehen.

Dies sei besonders im Fall von Tritium sinnvoll, da es sich nur schwer filtern lasse. Die Substanz ausreichend zu verdünnen und sie anschließend in das Meer abzulassen sei eine Alternative, sofern die Konzentration des Abwassers unter den gesetzlichen Grenzwerten bleibe.

Als unerlässliche und zwingende Voraussetzung sieht Lentijo jedoch, zuvor die möglichen Auswirkungen der Tritiumentsorgung auf Umwelt und menschliche Gesundheit zu ermitteln. Neben der Genehmigung der Regierung, müsse auch die Zustimmung durch besorgte Bürger erfolgen. Dies berichten Kyodo und NHK.

Bereits in der Vergangenheit war eine mögliche Verklappung von Fukushima-Abwässern ein Thema (Spreadnews berichtete am 8. Mai und 29. August 2013).

Insbesondere der Umstand, dass TEPCO aufgrund von Kapazitätsmängeln damit begonnen hat, das Hochpumpen von radioaktivem Grundwasser einzuschränken, erhöht das Risiko für Arbeiter an der Anlage. So kann ein steigender Grundwasserspiegel zu höherer Strahlungsbelastung des Geländes führen.

Auch die Möglichkeit, das Wasser könne an den Grundwassermessposten oder anderen Stellen an die Erdoberfläche gelangen besteht.

Entschädigungszeitraum für Fukushima-Folgen verlängert: Das japanische Parlament beschloss am heutigen Mittwoch ein Gesetz, dass die Frist, innerhalb der eine Einreichung von Entschädigungsforderungen erforderlich ist, von drei auf zehn Jahre verlängert wird.

Japan: Japanische Yen-Banknoten (Foto: pd)
Neue Regelungen zur Entschädigung von Fukushima-Opfern (Symbolfoto: pd)

Im Fall des Rechts, aufgrund von Gesundheitsfolgen durch die Kraftwerkskatastrophe finanzielle Entschädigungen einfordern zu können, wird der Zeitraum anders berechnet.

Statt bislang von 20 Jahren seit Ausbruch der Krise, ist nun der Zeitraum vom Beginn der Symptomatik an entscheidend.

Allerdings bleibt vermutlich das Problem bestehen, einen kausalen Zusammenhang zwischen Erkrankung und Kernschmelzen belegen zu müssen. Über die aktuellen Anpassungen berichtete die Kyodo.

3 KOMMENTARE

  1. Was da mit „Verklappung“ zur Problembewältigung der Unmengen an hochkontaminierten Wasseransammlungen in der und um die havarierte Kernkraftanlage Fukushima herum vorgeschlagen wird beschreibt lediglich dasjenige, was ohnehin tagtäglich passiert, nur daß die Gefahren noch nicht heruntergeredet worden sind, was wohl dann demnächst die „offizielle Verklappung“ begleiten soll . . .

  2. Beim kontrollierten Ablassen von Abwasser handele es sich um eine weltweit regelmäßig genutzte Maßnahme an Atomanlagen !? Diese Verbrechermafia bringt uns noch alle um – früher oder später.

  3. gepaart mit Chemiewaffenversenkung der Amis von Sysrienmüll, Plastikmüll usw, geht es mit Riesenschritten dem Ende zu. ihr (zensiert. d. Red.) !!!

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