Fukushima aktuell: Illegale Beseitigung kontaminierter Abfälle aufgedeckt

Fukushima aktuell: Illegale Beseitigung kontaminierter Abfälle aufgedeckt

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Artikelbild - Präfektur Fukushima: Freiwillige Helfer in minamisoma am 27. Oktober 2013 (Foto: Hajime Nakano, cc-by)
Präfektur Fukushima: Freiwillige Helfer in Minamisoma am 27. Oktober 2013 (Foto: Hajime Nakano, cc-by)

Während das Foto angeblich mutierter Gänseblümchen in der Präfektur Fukushima heute im Internet besondere Aufmerksamkeit erregen, ging der Polizei offenbar ein Umweltsünder ins Netz. Details der Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 23. Juli 2015.

Festnahme nach illegaler Entsorgung kontaminierter Abfälle: Im Zusammenhang mit mehreren Fällen illegaler Entsorgung radioaktiv belasteter Dekontaminationsabfälle, hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen.

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 65 Jahre alten  Mann, der im Januar als Vorarbeiter bei Dekontaminationsarbeiten in der Stadt Minamisoma tätig gewesen war.

Ihm wird vorgeworfen, insgesamt 3,4 Tonnen Äste und Zweige, die bei der Dekontamination übrig geblieben waren, an mehreren Stellen in einem bewaldeten Gebiet entsorgt zu haben, anstatt diese den Vorschriften entsprechend zu einer Sammelstelle zu bringen.

Die Verstöße waren dem Umweltministerium im Februar durch den Hinweis eines Vertragspartners bekannt geworden. Die Polizei prüft nun, ob Verbindungen zu weiteren illegalen Abfallentsorgungen bestehen könnten.

Derzeit bestreitet der Verdächtige die Anschuldigungen und behauptet, weder die illegale Entsorgung durchgeführt, noch andere hiermit beauftragt zu haben. Über die Festnahme berichteten NHK und Präfekturmedien.

In der Vergangenheit hatten sich bereits ähnliche Fälle ereignet. So war im Januar 2013 der erste große Fukushima-Umweltskandal, die Entsorgung von kontaminiertem Laub in Bächen, bekannt geworden.

Damals hatte das Umweltministerium die Ermittlungen aufgenommen. Im weiteren Verlauf waren Lügen der Unternehmen im Umweltskandal deutlich geworden.

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