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Fukushima aktuell: Illegale Entsorgung von Abfällen im Sperrgebiet

Abfälle fanden ihren Weg nicht ins Zwischenlager der Präfektur Fukushima

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Artikelbild -. Holzspäne (Foto: pd)
Präfektur Fukushima: Verdacht auf illlegale Entsorgung von Holzabfällen im Sperrgebiet (Symbolfoto: pd)

Der Verdacht auf langfristig illegale Entsorgungspraktiken, sorgt in der Präfektur Fukushima heute für Schlagzeilen und während die Hitzewelle in Japan aktuell andauert, melden weitere Fukushima News, die neusten Planungen zur Entsorgung von Tritiumabwässern.

Die Details gibt es im Spreadnews Japan-Ticker vom 1. August 2018.

Unsere heutigen Meldungen im Überblick:

  • Illegale Entsorgung von Abfällen im Sperrgebiet entdeckt
  • Industrieministerium sucht Teilnehmer für Tritiumdiskussionen
Illegale Entsorgung von Abfällen in Sperrgebiet entdeckt

Auf dem gesamten Gebiet der Gemeinde Okuma wurden möglicherweise kontaminierte Abfälle, die beim Abriss der Gebäude im Evakuierungsgebiet anfielen, nicht ordnungsgemäß in das Zwischenlager geschafft, sondern illegal entsorgt.

Es besteht der Verdacht, dass die Trümmer zumindest teilweise einfach vor Ort vergraben wurden, um das radioaktiv belastete Material auf diese Weise loszuwerden. Das gab das Umweltministerium in einem heutigen Gespräch bekannt.

Die Präfekturpolizei ermittelt wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen gesetzliche Regelungen für Gegenmaßnahmen im Fall radioaktiver Kontamination. Im Rahmen der Ermittlungen wurde bereits an mehreren Stellen gegraben.

Dabei wurde sowohl in Gebieten, die im Rahmen des Drei-Zonen-Modells als „langfristig unbewohnbar“, als auch in Gebieten mit „eingeschränkter Bewohnbarkeit“ typische Abfälle aus Demontage und Abrissarbeiten, wie etwa Holzschnitzel und Glas sichergestellt.

Die Entsorgung der Gebäude vor Ort erfolgte auf Anordnung des Umweltministeriums, dass Unternehmen mit der Durchführung der Maßnahmen beauftragte. Die Shimizu Corporation, ein früherer Vertragspartner, informierte die Behörden Ende März über erste Funde.

Über die Entdeckung berichteten Präfekturmedien.

Hintergrund

In der Vergangenheit war es bereits mehrfach zur illegalen Abfallbeseitigung gekommen. So gab es die illegale Entsorgung von Schutzanzügen genau so, wie die gesetzlich unerlaubte Beseitigung radioaktiver Holzabfälle.

Industrieministerium sucht Teilnehmer für Tritiumdiskussionen

Die Behörde für Rohstoffe und Energie (ANRE) sucht im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) nach Teilnehmern für die öffentlichen Anhörungen zur Verklappung von tritiumhaltigen Abwässern am AKW Fukushima Daiichi.

Die Veranstaltungen werden in Koriyama und Tomioka, also innerhalb der Präfektur Fukushima stattfinden. Eine weitere öffentliche Diskussion ist in Tokyo geplant. Pro Treffen sollen zwischen 10 und 15 Personen zu Wort kommen.

Ab dem 16. August ist interessierten Bürgern eine Anmeldung per E-Mail, Fax oder Briefzusendung an die ANRE möglich. Ende der Frist ist der 23. August. Die Teilnehmer können dann bei der jeweiligen Veranstaltung ihre Meinung vorbringen.

Bei jeder öffentlichen Anhörung sind etwa 100 Besucher geplant. Die Behörden werden die Gelegenheit dazu nutzen, die Probleme bei der Sicherung von Lagertanks, die sozialen Folgen verschiedener Entsorgungsmethoden vortragen und Meinungen einholen.

Über diese Ankündigung berichteten Präfekturmedien.