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Fukushima aktuell: Interesse an Lebensmittelsicherheit bleibt hoch

Verbraucher weiterhin an Lebensmittelsicherheit interessiert

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Artikelbild - Trocknender Reis nach Ernte in Kurihara, Präf. Miyagi (Foto: pd)
Präfektur Fukushima: Sicherheit von landwirtschaftlichen Produkten bleibt wichtiges Thema (Symbolfoto: pd)

Alternative Wege bei der Gewährleistung der Sicherheit von Lebensmitteln sind Bürgern der Präfektur Fukushima heute immer noch etwas suspekt. Das Bedürfnis nach Aufklärung und Transparenz ist weiterhin hoch.

Das zeigen auch die aktuellen Fukushima News vom 28. November 2017.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Umfrage ergibt großes Informationsbedürfnis bei Lebensmittelsicherheit
  • Zertifizierungskonzept FGAP soll Vorbildfunktion haben
Umfrage ergibt großes Informationsbedürfnis bei Lebensmittelsicherheit

Eine Umfrage zum Thema, auf welche Bereiche der Öffentlichkeitsarbeit die Präfekturverwaltung beim Angebot von Produkten aus der Präfektur  besonders achten sollte, ergab ein eindeutiges Bild von den Vorstellungen der Verbraucher.

40 Prozent gaben an, die Verbreitung von Informationen zur Sicherheit landwirtschaftlicher Produkte als wichtigste Maßnahme anzusehen. Gemeinsam erreichten die Aufklärung von Verbrauchern und jene von Händlern sogar 53,8 Prozent.

Die Frage, auf welche Weise sich Gerüchte am besten bekämpfen ließen, gaben besagte 40 Prozent die Information über die Sicherheit an. Die Inspektion aller Reissäcke lag bei nur 15,1 Prozent und sonstige Maßnahmen lagen nur im einstelligen Bereich.

Demnach wird einer Ausweitung der nationalen und internationalen Vertriebs vergleichsweise wenig Bedeutung bei der Beseitigung von Gerüchten eingeräumt. Gleiches gilt für die Schaffung neuer Marken, oder eine Änderung der Zertifizierung.

Alterstechnisch betrachtet ist die „Verbreitung von Informationen zur Sicherheit“ besonders bei Bürgern in den 40ern von Bedeutung, gefolgt von Menschen unter 29 Jahren, während Befragte in den 70ern diesen Faktor eher als vernachlässigbar ansahen.

Regional gesehen wird dieses Thema vor allem in der Region von Iwaki und dem Landkreis Futaba als wichtig betrachtet, während Bürger in südlichen Gebieten der Präfektur die Informationen über Lebensmittelsicherheit weniger stark gewichteten.

Angesichts der Ergebnisse, die eine bessere Information fordern, erklärte die Abteilung zum Vertrieb von Agrarprodukten, außerhalb der Präfektur sei das Image in einigen Fällen seit den Tohoku-Katastrophen 2011 nahezu unverändert.

Über diese aktuellen Ergebnisse berichteten Präfekturmedien.

Zertifizierungskonzept FGAP soll Vorbildfunktion haben

Die Regierung plant seit langem die Abschaffung der zeitaufwändigen Einzeltests aller landwirtschaftlichen Produkte und bemüht sich um die Etablierung und Akzeptanz des neuen Zertifizierungssystems FGAP.

Das Konzept der GAP (Good Agricultural Practices) also der „guten landwirtschaftlichen Praxis“ basiert auf der Einhaltung von Standards, etwa in der Lebensmittelsicherheit, der Dokumentation der Herstellungsweise sowie der Nachverfolgbarkeit.

Durch die Einführung von FGAP („F“ steht hierbei für „Fukushima“) sollen verbindliche Standards geschaffen werden, die eine Einzelkontrolle jedes Produkts überflüssig macht.

Doch die Regierung will noch weiter gehen und sieht die regionale Anwendung der GAP-Idee lediglich als einen Vorreiter. Bis zu den Olympischen Spielen 2020 soll die japanische Version („J-GAP“) ebenfalls an Bedeutung gewinnen. Das berichten Präfekturmedien.