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Fukushima aktuell: Internationales Forum zur AKW-Stilllegung in Japan

Diskussionen um Konzepte und Technologien der Stilllegung in Fukushima

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Artikelbild - Präfektur Fukushima: Lagerstandort mit Messposten im August 2018 (Foto: Copyright by Ai Kon)
Präfektur Fukushima: Lagerstandort mit Messposten im August 2018 (Foto: Copyright by Ai Kon)

Nachdem gestern eine Veranstaltung zur Zukunft der Stilllegungsarbeiten zu Ende ging, wird in Fukushima heute mehrfach Fazit aus den Informationen und Materialien der Präsentationen und Fragerunden gezogen.

Tatsächlich gibt ein solcher Artikel nur wenig von der intensiven Arbeitsatmosphäre wieder und so klingen diese Fukushima News für Außenstehende vermutlich weniger faszinierend. Dennoch gibt es heute den Spreadnews Japan-Ticker vom 7. August 2018.

Präsentation der AKW-Stilllegungskonzepte

Am Wochenende und zu Beginn der Woche fand das nun mehr dritte Internatione Forum für die Stilllegung des AKW Fukushima Daiichi statt. Veranstaltungsort waren die Gemeinden Naraha und Iwaki.

Inhalt war zum einen die Information der Bevölkerung über die bisherigen technologischen Entwicklungen, die Demonstration in Entwicklung befindlicher Technologien und ein Ausblick in die Zukunft der Stilllegungsarbeiten.

Zum anderen hatten Bürger aber auch die Möglichkeit im Rahmen von Diskussionsrunden und während Fragestunden ihre Unsicherheiten und Bedenken im Bezug auf die Entwicklungen zu äußern.

Während der Veranstaltung wurde unter anderem versucht die unterschiedlichen Herausforderungen deutlich zu machen, die der sichere Betrieb eines AKW und die Stilllegung einer solchen Anlage mit sich bringen.

Auch die Erkenntnis, dass es keine „perfekte Lösung“ gibt, sondern dass ein solcher Prozess mit viel „learning by doing“ verbunden ist, wurde von Rednern dort präsentiert und verdeutlicht, welche Bedingungen für sichere Maßnahmen vorhanden sein müssen.

Technologische Schritte für die AKW-Stilllegung

Abgesehen von den konzeptionellen Herausforderungen wurden auch die technologischen Aspekte behandelt. Neben bekannten Plänen, wie etwa der Dekontamination mit Sandstrahlern, wurden auch bislang eher unbekannte Konzepte vorgestellt.

Dazu gehört beispielsweise der Einsatz von Robotern mit Laser-Technologie, um Objekte zu zerschneiden. Aber auch bei der Bewältigung der Abfälle geht man seit einigen Jahren interessante Wege.

So wurde eine mobile Anlage entwickelt, die eine erste Vorbehandlung vornimmt, um Abfälle in eine allgemein leicht weiterzuverarbeitende Form zu bringen – das ELENDES genannte System, soll auch die Arbeiten in Fukushima erleichtern.

Das Gerät kann mit verschiedenen Dekontaminationsmitteln arbeiten und ist somit kosteneffektiv.  Auch sollen Roboter zum Einsatz kommen, deren Technik sich bereits in der Automobilindustrie bewährt haben, um Abfälle schnell und unkompliziert zu sortieren.

Über das Treffen berichteten Präfekturmedien.