Fukushima aktuell: Japan drängt China auf Lockerung der Importverbote

Fukushima aktuell: Japan drängt China auf Lockerung der Importverbote

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Artikelbild - Essen in Tokyo (Foto: Copyright by KJ)
Japan will Fukushima-Lebensmittel auf Chinas Tellern (Symbolfoto: Copyright by KJ)

TEPCO meldet vom AKW Fukushima heute keine Auffälligkeiten – doch außenpolitisch sind die Folgen der Krise für Japan aktuell von besonderem Interesse, was sich auch in den Fukushima News widerspiegelt.

Die Details zu dieser Meldung gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 22. März 2016.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • China zur Aufhebung des Importverbots gedrängt

China zur Aufhebung des Importverbots gedrängt: Am gestrigen Montag forderte Kazuyoshi Honkawa, stellvertretender Minister für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei bei einem bilateralen Gespräch in Peking die baldige Aufhebung der Importverbote.

Die Volksrepublik China hatte in Reaktion auf die Ereignisse vom März 2011 den Import von Produkten aus zehn Präfekturen, darunter Fukushima, Miyagi und Ibaraki veranlasst. Davon betroffen sind Lebensmittel und weitere Produkte.

Honkawa drängte seinen chinesischen Kollegen Qu Dongyu, den stellvertretenden Minister für Landwirtschaft,  die Regierung zu einer Aufhebung des Einfuhrverbots zu bewegen.

Es handelt sich um die ersten Gespräche seit sechs Jahren, nachdem sich die bilateralen Beziehungen beider Staaten verschlechtert hatten. Über die Gespräche berichtete die jiji.

Die Lebensmittelsicherheit von Produkten der Präfektur Fukushima hatte in der Vergangenheit mehrfach Anlass zu Diskussionen und Maßnahmen gegeben.

Im Mai 2012 hatte der Verdacht von falsch deklariertem Fukushima-Rindfleisch in Japan für Misstrauen gesorgt und die allgemeine Skepsis gegenüber Produkten aus der Region geschürt.

Im März 2015 führten illegale Lebensmittelexporte nach Taiwan auch international zu größeren Vorbehalten und der Ablehnung von Lebensmitteln japanischer Herkunft.

Im Juli 2015 erklärte Russland eine Lockerung der Beschränkungen und Taiwan signalisierte zumindest Gesprächsbereitschaft.

Im August 2015 hatte Japan dem Nachbarn Südkorea mit der WTO gedroht, um eine Aufhebung des Einfuhrverbots vor die Welthandelsorganisation zu erwirken.

Im Januar 2016 beschloss die EU eine Lockerung der Importbestimmungen für Lebensmittel aus Fukushima. Die aktuellen Anstrengungen in China dürften daher nicht das letzte Kapitel gewesen sein.

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