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Fukushima aktuell: Karte potentieller Endlagerstandorte vorgestellt

Regierung will für Endlagerstätten in Japan sensibilisieren

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Artikelbild - Karte potentieller Endlagerstandorte (Foto: Copyright by METI)
Karte potentieller Endlagerstandorte (Foto: Copyright by METI)

Dass die Folgen der Krise am AKW Fukushima heute und auch in Zukunft nicht das einzige Problem sind das die Nutzung der Kernenergie in Japan mit sich bringt, zeigt eine aktuelle Veröffentlichung der Regierung.

Dennoch gibt es aber natürlich weiterhin Themen, die sich besonders auf das Kernkraftwerk beziehen. So gibt es auch heute Fukushima News im Spreadnews Japan-Ticker vom 28. Juli 2017.

Unsere heutigen Themen zum Wochenende:

  • Karte potentieller Endlagerstandorte für Atommüll vorgestellt
  • Aktuelle Angaben zur Strahlungsbelastung der Fukushima-Arbeiter
Karte potentieller Endlagerstandorte für Atommüll vorgestellt

Am heutigen Freitag stellte das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) eine nationale Karte vor, auf dem Gebiete, die als mögliche Endlagerstätten für radioaktive Abfälle aus Kernkraftwerken dienen könnten, gekennzeichnet sind.

Derzeit ist die Standort-Karte auf Japanisch verfügbar.

Auf ihr sind Regionen mit ungewöhnlichen Eigenschaften, unvorteilhaften Eigenschaften, sowie Gebiete mit günstigen Bedingungen farblich gekennzeichnet.

Als Kriterien bei der Bestimmung der Standortkandidaten fanden die Sicherheitskonzepte für Nuklearanlagen Anwendung. Demnach befinden sich in diesen und angrenzenden Gebieten keine aktiven geologischen Verwerfungen und keine Vulkane.

Dadurch finden sich praktisch in jeder Präfektur des Landes mindestens ein Standort. Die ideale Lage wäre in Küstennähe, so dass 900 Gemeinden in eine engere Wahl kommen.

Zumindest für die Transportroute durch die Region Tohoku wird auch die Präfektur Fukushima auf der Karte gekennzeichnet.

Ziel der Veröffentlichung der Karte durch das METI ist die Absicht, die Diskussion um mögliche Endlager wieder in Gang zu bringen. Ab Herbst sollen an Orten, die als optimal gelten, Informationsveranstaltungen statt finden.

Das Ministerium hofft, auf diese Seite mehr Akzeptanz für die Endlagerung zu erhalten. Über die Veröffentlichung der Karte berichteten die jiji und Präfekturmedien.

Hintergrund

Radioaktiv kontaminierte Abfälle fallen nicht nur durch die Abnutzung von Brennelementen in Kernkraftwerken an, sondern auch die Dekontaminationsabfälle der Präfektur Fukushima sind unterschiedlich stark belastet.

Dazu werden in Zukunft die Reste an geschmolzenem Material aus den Reaktoren des AKW Fukushima Daiichi kommen, die nach der Bergung ebenfalls fachgerecht eingelagert werden müssen.

Während das in Bau befindliche Zwischenlager in der Präfektur lediglich für Dekontaminationsabfälle vorgesehen und dabei zu einer Frist von 30 Jahren verpflichtet ist, wäre ein solches Endlager auch für diese AKW-Abfälle womöglich ein geeigneter Ort.

Aktuelle Angaben zur Strahlungsbelastung der Fukushima-Arbeiter

Wie zum Ende jedes Monats gab der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi auch heute die Statistiken für den Vormonat an die zuständige Behörde weiter.

Am heutigen Freitag übermittelte der Kraftwerksbetreiber TEPCO die aktuellen Angaben zur Zahl der Beschäftigten an der Anlage, sowie zur Höhe der Strahlungsdosis an das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales für den Juni 2017.

Die maximale Strahlungsbelastung der Angestellten lag im Juni bei 10,86 Millisievert. Im Bezug auf die inkorporierte Strahlenbelastung wurden bei den Angestellten keine signifikanten Werte festgestellt.

Der nächste Bericht, der sich mit den Strahlungsdaten mit Stand von Ende Juli befassen wird, soll gegen Ende August eingereicht werden

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