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Fukushima aktuell: Kleiner Brand auf Reaktoranlage

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Artikelbild - AKW Fukushima: Brandspuren an der Generatoranlage am 15. Juli 2014 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Brandspuren an der Generatoranlage am 15. Juli 2014 (Foto: TEPCO)

Nach einem gestrigen Fehlalarm meldete Kraftwerksbetreiber TEPCO vom AKW Fukushima heute einen echten Brand. Unterdessen plant das Unternehmen die Schaffung neuer Lagerkapazitäten. Weitere Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 15. Juli 2014.

Unsere heutigen Themen:

  • Kleiner Brand auf Reaktoranlage
  • Weitere Lagertanks für radioaktive Abwässer geplant
  • Erste öffentliche Viehweide in Fukushima teilweise freigegeben

Kleiner Brand auf Reaktoranlage: Gegen 7:18 Uhr wurde auf dem Gelände des AKW Fukushima Daiichi ein Feueralarm ausgelöst. Rauchentwicklung wies auf einen Brand hin, so dass die Feuerwehr Tomioka um 7:36 Uhr über den Zwischenfall informiert wurde.

Wie Untersuchungen ergaben, war es an einem Generator im Norden des Geländes zu einem Brand gekommen. Die Einheit versorgt die Kühlung eines Ruhegebäudes für Kraftwerksarbeiter mit Elektrizität.

Nach Mitteilung der Feuerwehr Tomioka war der Brand bereits durch die ersten Löschmaßnahmen der Angestellten ausreichend kontrolliert und gelöscht worden. Bei dem Zwischenfall wurde niemand verletzt.

Es ist bereits der zweite Feueralarm seit Wochenbeginn. Am gestrigen Montag war an einem Elektroschaltraum des Multinuklid-Filtersystems ALPS ein Alarm ausgelöst worden. Dieser hatte sich jedoch als Fehlalarm erwiesen.

Weitere Lagertanks für radioaktive Abwässer geplant: Auf einem gestrigen Treffen mit Regierungsvertretern gab Kraftwerksbetreiber TEPCO bekannt, die Zahl geplanter Lagertanks erhöhen zu wollen. Zusätzlich zu den Kapazitäten für 830.000 Tonnen radioaktiven Wassers, sollen bis Ende des Fiskaljahrs nun Lagertanks für zusätzliche 100.000 Tonnen verfügbar sein.

Rundbehälter für schwach radioaktive Abwässer aus Reaktoren 5 und 6. Foto: Tepco
TEPCO will Lagerkapazität für radioaktiv belastetes Wasser aufstocke (Symbolfoto: TEPCO)

Das Unternehmen erklärte die Aufstockung mit dem Umstand, dass die Menge an Wasser deutlich ansteigen könnte, falls sich Präventivmaßnahmen wie die  Grundwasserbarriere aus gefrorenem Erdreich („Eiswall“) nicht als ausreichend erweisen sollten.

Minister Kazuyoshi Akaba vom Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI), äußerte sich im Rahmen der Sitzung. So werde sein Ministerium zwar an Methoden zur Dekontamination von Wasser arbeiten, betonte jedoch, Risiken könnten bereits durch eine fristgerechte Fertigstellung der Lagertanks vermieden werden. Das berichtete die NHK.

Erste öffentliche Viehweide in Fukushima teilweise freigegeben:  Am gestrigen Montag gab die Verwaltung der Stadt Iwaki (Präf. Fukushima) einen Teil der Shibayama-Viehweide wieder zur Nutzung frei. Die Fläche war zwei Jahre ungenutzt geblieben, nachdem beim dortigen Weidegras Grenzwertüberschreitungen aufgetreten waren.

Japanisches Wagyu-Rind (Foto: Cgoodwin, cc-by)
Präfektur Fukushima: Erste öffentliche Weidefläche teilweise freigegeben (Symbolfoto: Cgoodwin cc-by)

Vier Rinderzüchter brachten nun die ersten zehn Tiere wieder zurück. Die Strahlungswerte auf dem sieben Hektar umfassenden Teilstück, waren nach der Entfernung oberer Erdschichten, Mäheinsätzen und der Aussaat neuer Grassamen wieder ausreichend gefallen.

Die Stadt verlangt eine tägliche Pachtgebühr von etwa 300 Yen. Geht es nach dem Willen der Stadtverwaltung, sollen auch die übrigen Bereiche der 50 Hektar messenden Weidefläche so schnell wie möglich wieder zur Nutzung freigegeben werden.

Die Freigabe der Shibayama-Weide ist die erste der insgesamt 13 Weideflächen, die von örtlichen Behörden verwaltet werden. Das berichtet die NHK.

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