Fukushima aktuell: Kommunikationskette auf Ernstfalltauglichkeit getestet

Fukushima aktuell: Kommunikationskette auf Ernstfalltauglichkeit getestet

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Artikelbild - Öffentliches Telefon in Japan (Foto: taisyo, cc-by)
Öffentliches Telefon in Japan (Foto: taisyo, cc-by)

Eine aus Fukushima heute gemeldete Aktion zeigt, dass Katastrophenschutzmaßnahmen keine Massenveranstaltungen sein müssen. Doch auch royaler Besuch und witterungsbedingte Probleme sind Teil der aktuellen Fukushima News im Spreadnews Japan-Ticker vom 9. Oktober 2015.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • Notfallkommunikationsübung in Fukushima
  • Kronprinzenpaar besucht Präfektur Fukushima
  • Bekämpfung von Überschwemmungsfolgen

Notfallkommunikationsübung in Fukushima: Am gestrigen Donnerstag wurde die zweite Katastrophenübung zum Test der Kommunikationsmöglichkeiten während einer Kraftwerkskatastrophe durchgeführt.

Szenario der Übung war eine Störung im Abklingbecken von Reaktor 3 des AKW Fukushima Daiichi. An der Übung beteiligten sich insgesamt 144 Einrichtungen, darunter Feuerwehr, Polizei und die Betreiberfirma TEPCO.

Das Notfallzentrum in der Stadt Fukushima koordinierte die verschiedenen Stellen und gab Informationen über Sicherheitsmaßnahmen weiter.

Die Übung soll den reibungslosen Informationsfluss zwischen den beteiligten Instanzen während eines Ernstfalls sicherstellen. Über die Maßnahme berichteten Präfekturmedien.

Kronprinzenpaar besucht Präfektur Fukushima: Kronprinz Naruhito und seine Gemahling Masako besuchten die Präfektur Fukushima, um sich einen Eindruck vom Wiederaufbau zu machen.

Dabei sprachen sie mit Tomatenzüchtern, die von ihren Problemen aufgrund von Gerüchten über die Lebensmittelsicherheit erzählten.

Auch einer Schule in Hirono statteten sie gestern einen Besuch ab. Dort werden die Schüler über die kommenden Aufgaben des Wiederaufbaus der Region informiert.

Die Schüler leben in einem Wohnheim, da sie aufgrund der Katastrophenfolgen nicht in ihre Heimatorte zurück können.

Es handelt sich um den mittlerweile dritten Besuch des Paares seit den Tohoku-Katastrophen vom März 2011. Neben der Asahi Shimbun berichteten auch Präfekturmedien.

Bekämpfung von Überschwemmungsfolgen: Nachdem die Folgen der Erdrutsche im Zuge schwerer Regenfälle im September noch nicht gänzlich beseitigt sind, werden die Anstrengungen intensiviert.

Insbesondere Forstwege und andere weniger befestigte Strecken sind teilweise immer noch nicht problemlos passierbar. Angesichts der erwarteten schweren Winter in der Region Tohoku bemühen sich Einwohner und freiwillige Helfer nun um zügige Arbeit.

Die Organisatoren klagen über Personalmangel, wollen jedoch unbedingt die Erdmassen entfernen, bevor die Schneefälle beginnen.

Insbesondere in der Region Minamiaizu war es aufgrund des Flusses Tateiwa zum Abbruch jeder Verkehrsverbindung gekommen. Über die Arbeiten berichteten lokale Medien.

Am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi hatten schwere Regenfälle in der Vergangenheit immer wieder zum Überlaufen von kontaminiertem Wasser geführt. Teilweise war dabei auch Wasser in die Umwelt gelangt.

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