Fukushima aktuell: Kontaminierte Abfälle in Flüssen angeblich kein Risiko

Fukushima aktuell: Kontaminierte Abfälle in Flüssen angeblich kein Risiko

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Artikelbild - Schwarze Säcke (Foto: Prof. Haruhiko Okumura)
Radioaktive Abfälle: Umweltministerium führt Tests für künftige Bauprojekte durch (Symbolfoto: Prof. Haruhiko Okumura,cc-by)

Nach einer Behördenangabe können die Einwohner von Fukushima heute aufatmen, denn die vielbeachteten Ereignissen vom September sollen folgenlos geblieben sein. Diese Behauptung wird jedoch vermutlich nicht von jedem vorbehaltlos geglaubt.

Die Details dieser Fukushima News gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 18. November 2015.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Kontaminierte Abfälle in Flüssen kein Risiko

Kontaminierte Abfälle in Flüssen kein Risiko: Wie das Umweltministerium gestern mitteilte, haben Säcke mit Dekontaminationsabfällen die in Flüsse gelangten, offenbar keine langfristigen Auswirkungen auf die Umwelt.

Im September hatten schwere Regenfälle hunderte Plastiksäcke mit radioaktiv belastetem Müll in Flüsse geschwemmt. In einigen Fällen wurden auch bereits leergespülte Säcke aufgefunden, oder Bergungsversuche wegen schwierigen Geländes eingestellt.

Bei den Abfällen handelt es sich im wesentlichen um kontaminiertes Laub und Erde aus obere Bodenschichten, die im Zuge der Dekontaminationsarbeiten entfernt wurden.

Wie das Umweltministerium bekannt gab, wurden Anfang Oktober an sechs Stellen in Iitate und Minamisoma zur Kontrolle der tatsächlichen Belastung jeweils Proben entnommen.

Analysen ergaben, dass sowohl das Wasser, als auch die Sedimente am Flussboden entweder die gleichen Werte wie vor dem Unwetter aufwiesen, oder sogar darunter lagen. Nach Angaben des Ministeriums konnten dort 443 der 448 gefundenen Säcke geborgen werden.

Eine Bergung der verbliebenen fünf Säcke sei schwierig und entsprechende Maßnahmen müssten erst erwogen werden. Über die Untersuchungsergebnisse berichteten Präfekturmedien.

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