Start Aktuelles Fukushima aktuell: Kontaminiertes Erdreich in Nachbarpräfekturen soll entsorgt werden

Fukushima aktuell: Kontaminiertes Erdreich in Nachbarpräfekturen soll entsorgt werden

Nach dem Fukushima-Fallout sollen Dekontaminationsabfälle aus anderen Präfekturen verschwinden

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Artikelbild - Schwarze Säcke (Foto: Prof. Haruhiko Okumura)
Radioaktive Abfälle sind nicht nur in Fukushima ein Problem (Symbolfoto: Prof. Haruhiko Okumura,cc-by)

Radioaktive Kontamination betrifft neben der Präfektur Fukushima heute immer noch angrenzende Gebiete. Wie die aktuellen Fukushima News zeigen, will man sich dort des Problems der Dekontaminationsabfälle verstärkt annehmen.

Darüber hinaus bietet der AKW-Betreiber TEPCO heute die monatliche Statistik zur radioaktiven Belastung der Kraftwerksangestellten. Details zu diesen Meldungen gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 31. Januar 2018.

Unsere heutigen Themen im Überblick;

  • Entsorgung von kontaminiertem Erdreich außerhalb der Präfektur geplant
  • Aktuelle Angaben zur Strahlungsbelastung der Fukushima-Arbeiter
Entsorgung von kontaminiertem Erdreich außerhalb der Präfektur geplant

Wie das Umweltministerium am heutigen Mittwoch bekannt gab, will man noch in diesem Frühjahr mit der versuchsweisen Entsorgung von radioaktiv belastetem Erdreich in zwei Testprojekten, außerhalb der Präfektur Fukushima beginnen.

In den benachbarten Präfekturen Ibaraki und Tochigi werden 2.500 Kubikmeter auf einem Forschungsgelände der Ortschaft Tokai und weitere 350 Kubikmeter in der Gemeinde Nasu für das öffentliche Experiment genutzt.

Das kontaminierte Material soll vergraben und unter einer Schicht unbelasteter Erde von mehr als 30 Zentimetern Dicke verschwinden. Die Umgebungsradioaktivität wird dabei überwacht und nach dem Abschluss, auch die Belastung der Arbeiter getestet.

Je nach Verlauf und Ergebnis der Arbeiten, will die Regierung in Tokyo über die Entsorgung des verbliebenen Materials in solchen Aushubarbeiten abstimmen und damit den Forderungen der Bürger nach einer Räumung öffentlicher Flächen nachkommen.

Über die Pläne berichteten Kyodo und jiji.

Hintergrund

Mittlerweile haben 56 Gemeinden in sieben Präfekturen – Chiba, Gunma, Iwate, sowie Ibaraki, Miyagi, Saitama und Tochigi – zwar die Dekontaminationsarbeiten in ihren Gebieten mit Regierungsgeldern abschließen können – doch das Problem besteht weiterhin.

Derzeit werden in 53 dieser Gemeinden an etwa 28.000 provisorischen Standorten, wie etwa Schulhöfen, Sportplätzen und öffentlichen Parks, etwa 330.000 Kubikmeter an kontaminiertem Erdreich vorübergehend gelagert – und die Rufe nach Entsorgung werden lauter.

Aktuelle Angaben zur Strahlungsbelastung der Fukushima-Arbeiter

Wie zum Ende jedes Monats gab der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi auch heute die Statistiken für den Vormonat an die zuständige Behörde weiter.

Am heutigen Mittwoch übermittelte der Kraftwerksbetreiber TEPCO die aktuellen Angaben zur Zahl der Beschäftigten an der Anlage, sowie zur Höhe der Strahlungsdosis an das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales (MHLW) für den Dezember 2017.

Die maximale Strahlungsbelastung der Angestellten lag im Juni bei 9,88 Millisievert. Im Bezug auf die inkorporierte Strahlenbelastung wurden bei den Angestellten keine signifikanten Werte festgestellt.

Der nächste Bericht, der sich mit den Strahlungsdaten mit Stand von Ende Januar 2018 befassen wird, soll gegen Ende Februar eingereicht werden.